Montag, 22. April 2019

Dolce Far Niente

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Freitag, 19. April 2019

Gute Zeiten für gebrauchte AIs

Am Dienstag hat mein aufmerksamer Kollege Philipp einen interessanten NiemanLab-Artikel von Christine Schmidt vom 8. April 2019 über Facebooks "Local News" Aktivitäten verlinkt. Philipp schreibt dazu: Facebook und Local News: It's complicated. Interessanter Einblick in einen Teil von Facebook, den wir hier in Europa so nicht haben. Es ist immer gut, sich so etwas anzusehen, weil es in ein paar Jahren vielleicht doch zu uns "nach Europa" kommt.

"Falls Ihr nicht wisst, was "Today In" ist, macht Euch vorläufig keine Sorgen", schreibt Frau Schmidt. Anscheinend haben erst 1,1 Millionen Facebook Mitglieder "Today In" in ihren Apps abonniert. Man muss den Dienst über das Burgermenü aktivieren, manchmal poppt eine Nachricht daraus im News Feed als Trigger auf. Laut Nieman Lab wurde der Dienst in ein paar wenigen Test-Städten Anfang 2018 gestartet und steht heute in mehr als 400 Städten in den Vereinigten Staaten zur Verfügung.

Was hat Facebook mit "Today In" vor?

Facebook really wants to put quality local news in front of its users, it says, through its “Today In” feature - but the local news just doesn’t exist! “About one in three users in the U.S. live in places where we cannot find enough local news on Facebook to launch Today In,” product marketing manager Jimmy O’Keefe and local news partnerships lead Josh Mabry wrote last month.

In den letzten 4 Wochen hätte das System jeweils kaum mehr als 5 halbwegs aktuelle Artikel mit Bezug zu diesen Städten gefunden, berichteten O'Keefe und Mabry letzten Monat.

Was für Nachrichten bietet Facebook in diesen Städten an?

Crime and Court. "Verbrechen, Gericht und Tötungsdelikte, oft nur Schlagzeilen wie 'TEEN MISSING' oder 'SEXUAL PREDATOR ON THE LOOSE' und kaum weiterverarbeitete Polizeiaufrufe, das mache mehr als die Hälfte der Geschichten aus." schreibt Christine Schmidt.

Um zu sehen, was in den übertragenen Nachrichten passiert, hat sich die Autorin "Today In" Stories für 10 Städte, darunter Raleigh, New Orleans, Akron und Boise, sowie weitere kleinere Stätte von Massachusetts bis Texas eine Woche lang von Montag bis Freitag angesehen.

Substanz und vorläufiges Fazit zu "Today In"

Was hat Christine Schmidt noch gesehen? Satire, Todesanzeigen von Websites von Bestattungsunternehmen, viel lokales Fernsehen und ein seltsames Netzwerk von Diensten, die nur echte lokale Nachrichten-Sites abgrasen und es trotzdem irgendwie durch die Filter von Facebook schaffen. Und immer wieder hätte mehr als die Hälfte der Nachrichten von Verbrechen, Gerichtsverhandlungen und Leichen gehandelt. Weitere Beiträge enthielten Links zu mehrere Tage alten Berichten aus Nachbarstädten oder Headlines offener Websites von Zeitungen großer Städte (z.B. Boston Globe) in etwas weiterer Entfernung.


Quelle: Nieman Lab

Entsprechend nüchtern fällt das vorläufige Urteil aus: "Our analysis of the links 10 cities saw in Facebook’s local news section found funeral home obituaries, years-old stories, and yes, some meaningful local journalism. But not a lot."

Das Geheimnis wird gelüftet

8 Tage nach Schmidt, am Tag von Philipps Tweet, veröffentlichten Nicholas Thompson und Fred Vogelstein in Wired einen nach allem Anschein gut recherchierten Aufmacher mit dem Titel 15 Months of Fresh Hell Inside Facebook. Neben vielen anderen interessanten Entwicklungen behandeln die Autoren die Bemühungen von Facebook, Gewalt, Pornographie und Hassreden mittels künstlicher Intelligenz zu markieren und eventuell zu sperren. Der ökonomische, soziale und politische Druck auf diese Thematik ist inzwischen ja auch riesengroß.

Ultimately, Facebook knows that the job will have to be done primarily by machines-which is the company’s preference anyway. Machines can browse porn all day without flatlining, and they haven’t learned to unionize yet. And so simultaneously the company mounted a huge effort, led by CTO Mike Schroepfer, to create artificial intelligence systems that can, at scale, identify the content that Facebook wants to zap from its platform, including spam, nudes, hate speech, ISIS propaganda, and videos of children being put in washing machines.

Die Bemühungen des Unternehmens in diesem Bereich seien vor drei Jahren noch "im Nirgendwo" gewesen. Facebook habe aber schnell bei der Klassifizierung von Spam und der Erkennung von verbaler Terrorismus-Unterstützung, Tod und Gewalt Erfolg gehabt. Inzwischen würden mehr als 99% solcher Inhalte identifiziert, vor ein menschliches Auge sie zu Gesicht bekäme. Sex allerdings sei, so wie allgemein im menschlichen Leben, komplizierter. Nur die Erfolgsquote bei der Identifizierung von Nacktheit betrage 96 Prozent. Hassrede sei noch schwieriger als Sex: Alle AI-Prozesse zusammen fänden nur 52 Prozent davon vor Zensoren und Nutzer das täten.

News Policy Inside of Facebook

In Kapitel V des Artikels wird es wirklich spannend. Es geht um die Management-Auseinandersetzungen bezüglich Facebooks Umgang mit Nachrichten-Medien. Der Social-Engagement-Analytics-Anbieter Parse.ly hatte noch 2017 ermittelt, dass 40% des "outbound traffic" von Facebook zu News-Sites ging. Im Mai 2018 war diese Zahl auf 25% gesunken. Wir wissen nicht, wie seriös Parse.ly misst oder, wie man besser schreiben muss, kompetent schätzt, aber den Trend konnten und können viele bestätigen.


Quellen: Parse.ly und Wired

Wired selbst verlor eines Tages 90% seines Facebook-Traffics. Proteste und Ausreden lösten sich ab, eine Menge E-Mail-Verkehr folgte. Am Ende stellte sich heraus, dass ein "Algorithmus" von Facebook eine Whisky Werbung auf den Wired Seiten als "misleading engagement bait" klassifiziert und folgerichtig die Luft aus den Wired Reifen gelassen hatte. Die Sache wurde repariert aber das Wired Management wurde schmerzhaft daran erinnert, dass Medien auf Facebook nun mal nur kleine Pächter auf dem sozialen Interaktionsacker sind.

Innerhalb von Facebook war für viele Manager natürlich nicht überraschend, dass der Verkehr zu den Verlegern seit der Betonung von "meaningful social interactions" zurückgegangen war. Darum war es gegangen. Es bedeutete einfach, dass die Menschen mehr Zeit Posts unter Freunden und Familie verbrachten, den Inhalten, die Facebook groß gemacht haben und die es unterscheiden.

Manche hätten gefunden, es sei gerecht, dass die Verleger jetzt, die so viel Negatives über das Unternehmen publiziert hatten, jetzt selbst Schmerzen zu spüren bekamen. Anne Kornblut, die Leiterin der Abteilung "News Partnerships" verneint das öffentlich. Wie dem auch sei, im Frühsommer 2018 habe auch auch das Top-Management gefunden, die entsprechenden Effekte gingen nun zu weit. COO Sheryl Sandberg, die laut Insidern bei negativer Berichterstattung immer als erstes nervös wird, habe ein Meeting ihrer Top-Führungskräfte einberufen.

Debatte und Entscheidung

Dort wurde eine 2-monatige Debatte lanciert, mit dem Ziel, zu prüfen, ob Facebook den "Algorithmus" nicht so anpassen könne, dass "seriöse Publikationen" nicht wieder mehr "gefördert" werden könnten. Das "Nachrichten-Team" wollte, dass öffentliche Inhalte, die von Nachrichtenorganisationen, Unternehmen und Prominenten geteilt würden, wieder mehr Platz bekämen. Es wollte auch, dass das Facebook vertrauenswürdigen Verlegern wieder mehr "Boost" verschaffe.

Zudem schlug es vor, ein großes Team von Kuratoren zu engagieren, um die qualitativ besten Nachrichten in den News Feed zu pushen. Sogar die Einrichtung einer eigenen News-Sektion im Web und der App wurde erwogen, um mit Apple-News und Google's News-Aktivitäten "mithalten zu können".

Mehrere Topleute, allen voran Chris Cox, damals noch "chief product officer" stimmten laut Wired überein, es sei Zeit, den seriösen Verlegern wieder "a leg up" zu verschaffen. Andere seien skeptisch gewesen, insbesondere Joel Kaplan, der ehemalige stellvertretende Stabschef von George W. Bush und jetzt "vicepresident for global public policy". Qualitätsmedien zu fördern würde unausweichlich so aussehen, als unterstütze Facebook die Demokraten, soll er argumentiert haben und das würde auf jeden Fall zu "Problemen mit Washington" führen. Am 9. Juli soll sich Zuckerberg in der Entscheidungssitzung auf die Seite Kaplans geschlagen und damit auch eine Machtverschiebung bei Facebook eingeleitet haben.

Die spekulative tinytalk-Analyse

Die Wired-Recherche kann man aufgrund vieler Qualitätsmerkmale trotz der großen Entfernung wohl als einigermaßen seriös einstufen. Cox scheint verloren und Kaplan gewonnen zu haben. Der Rücktritt von Cox als CPO am 14. März 2019 scheint das zu bestätigen. Wie dem auch sei, die Nutzung, die Facebook den großen Nachrichten-Medien in den USA zuführt, hat sich seit Sommer 2018 nicht wirklich erholt.

Wir wissen nun auch, wo Facebook am meisten in die AI genannte Mustersuche investiert hat: in die Erkennung negativer Inhalte. Kein Wunder dass Facebooks AIs so gut auf Tod, Verbrechen, Gericht und vermisste Teenager trainiert sind. Der "Algorithmus" muss ja nicht nur gut, sondern auch schnell sein.

Ob "Today In" nun ein nebenläufiges Projekt war oder das einzige ist, was vorläufig von Facebooks News-Initiativen übrig blieb: Wahrscheinlich haben seine Projektmanager die "Deep Learning" - Abteilungen gefragt, ob sie nicht billige gebrauchte AIs für Bild- und Texterkennung hätten, die in der Lage wären, die Inhalte lokaler Nachrichtenangebote zu automatisch zu analysieren und dann geschickt in die Newsfeeds der gewonnenen Abonennten einzuspeisen. Wahrscheinlich haben sogar ein paar Experten die Hand gehoben und auf den negativen Bias, der durch das Training und die Lernmodelle entstanden ist hingewiesen. Vielleicht haben ein paar sogar versucht die vom vielen Scannen schon neurotisierten neuronalen Netzwerke umzuschulen.

Das Fazit

Es hat den Anschein, dass Facebook's News-Strategie auf das Startfeld zurück muss und nicht einmal das Lokalnachrichten-Projekt allzu gut gelungen ist. Man weiß ja, wie das geht. Die armen Projektmanager haben immer Druck und der schon verkündigte Launchtag winkt bedrohlich am Horizont. Dennoch sollten wir uns nicht zu sehr entspannen. Das ganze Facebook-, Google-, Apple- und Microsoft-Bashing verstellt uns nur den Blick dafür, dass diese großen amerikanischen Software-Unternehmen Lernmaschinen sind, wie wir sie in Europa kaum haben.

Nicht perfekt halt, das ist gewiss und auch ein wenig tröstlich. Ganz harmlos wird es dadurch aber auch nicht, wenn man es genau bedenkt. Und Nachrichtenmagazine, Universitätsinstitute und Medienjournalisten, die solche Hintergrundberichte zu den global agierenden Web-Dienstleistungs-und-Medienunternehmen recherchieren könnten wie hier Wired haben wir in Europa auch nicht im Überfluss. Seien wir froh, dass ein Teil der amerikanischen Medien bei aller Zurichtung und Anpassung über die letzten 30 Jahre wenigstens manchmal weiter funktionieren und ihre demokratische Rolle wahrnehmen.

Man sollte auch nicht mit Mark Zuckerberg tauschen wollen. Gleichzeitig die Wallstreet, den Präsidenten und die großen Blätter und TV-Networks im Nacken zu spüren, das kann nicht wirklich lustig sein. Aber morgen ist Ostersamstag. Darum sei nun Friede. Shabat Shalom!

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Sonntag, 14. April 2019

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.

Sonntag Morgen, 09:00 Uhr, in Ö1 läuft gerade aus der Reihe "Gedanken" die wunderbare Sendung "Songschreiber, Musiker, Maler - das Universum des Funny van Dannen" (nachhörbar bis 21.4.2019, wärmstens empfohlen). Mein Schatzi hat von der Sendung gehört, sie in den Kalender eingetragen und pünktlich eingeschaltet.

Franz-Josef Hagmanns-Dajka, geboren 1958 in Sittard in der südlichsten Provinz der Niederlande, wurde schon in der Kindheit von seinem Bruder, der Franz-Josef nicht aussprechen konnte, "Funny" genannt. Seine Mutter ist Niederländerin, der Vater Deutscher. Er wuchs in dieser von Katholizismus, Fußball und Karneval geprägten Gegend auf. Bereits als "Jugendlicher" sammelte er erste musikalische Erfahrungen mit Liedern zur Gitarre im südlimburgischen Dialekt und als Heino-Parodist beim erwähnten Karneval. Nach allem was wir wissen, ging Hagmanns-Dajka 1978 drei Monate vor seinem Abitur nach Berlin, um eine Ausbildung als Werbegrafiker zu machen.

1988 war er - schon unter dem Nom de Plume "van Dannen" - neben Christiane Rösinger und Almut Klotz Mitbegründer der Lassie Singers, verließ die Band aber nach wenigen Monaten und war ab da nur mehr eine Art assoziiertes Mitglied. Unserer Redaktion fiel er 1992 als Autor eines Songs auf dem Lassie Singers Album "Sei À Gogo" und noch mehr als Mitwirkender auf "Stadt, Land, Verbrechen" auf. Die Promotion-Tournée für seine erste Solo-CD "Clubsongs" durften wir in Wien live erleben, wo wir von der Vorband "Christoph und Lollo" nicht nur aus dem öffentlich-rechtlichen Stermann & Grissemannschen Salon-Helga-Radiostudio sondern auch in persona in das berühmte Genre Skispringer-Lieder eingeweiht wurde. Ds war so ungefähr Ende 1995 oder Anfang 1996.

Typischerweise ist der dritte - wahrscheinlich vom Protagonisten mitausgesuchte - Song in der Sendung "Democracy Is Coming" und der vierte "Putting On The Ritz". Ja, der liebt halt gute Poesie, der Funny. Aber genug der Vorrede. Hier kommt das Beefsteak.

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.

Dabei verdanken wir ihm eine Menge, was wäre unser Wohlstand ohne ihn?
Er ist das Element das uns verbindet, er ist der Strang an dem wir alle zieh'n.
Er holt aus jedem von uns das Beste, hoch lebe die Konkurrenz.
Wo gestern noch Trabis stanken, fährt man heute BMW und Benz.

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.

Doch was ich bin, das bin ich durch ihn, ich habe ihn verinnerlicht, na klar.
Der Kampf ums Dasein hält mich in Bewegung, sonst wär' ich faul, na ist doch klar.
Es ist sooft die Rede von sozialer Kälte, aber die gab's beim Neandertaler schon,
jetzt haben wir wenigstens eine Heizung und warmes Wasser, Telefon.

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.

Das liegt wahrscheinlich an den Scheißverlierern, die sich immer auf die anderen verlassen,
die ihr Leben nicht geregelt kriegen und mir ein schlechtes Gewissen verpassen.
Das liegt an dieser christlichen Erziehung, an dieser komischen Schwäche für die Schwachen.
Als ob das die besseren Menschen wären, da kann ich ja nur lachen.

Ich will den Kapitalismus lieben, denn er liebt mich ja auch.
Er hat mir soviel gegeben, ich habe alles, was ich brauch'.
Obwohl ich ihn so hasse, und ich habe ihn scharf kritisiert,
hat er aber ein großes Herz, er hat mich voll integriert.

Ich will den Kapitalismus lieben, und ich hoffe, das er es hört.
Ich will den Kapitalismus lieben, mit allem was dazugehört.

Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Ich will den Kapitalismus lieben, aber ich schaffe es einfach nicht.

Möchtet Ihr noch etwas hören?

Herr van Dannen hat auch über das medizinische Hauptproblem unserer heutigen Zeit Bedeutsames zu sagen:

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Samstag, 13. April 2019

Der Ratzinger, die Homosexualität und die 68er

Joseph Aloisius Ratzinger aus Bayern, vormals ein Papst der römisch-katholischen Kirche, hat im Februar am Anti-Missbrauchsgipfel des Vatikans teilgenommen und dabei Notizen gemacht. In der Folge hat er wohl diese Notizen mit früheren Gedanken verknüpft und aus alldem für die April-Ausgabe des Bayerischen „Klerusblatts“ einen Aufsatz verfasst. Eigentlich ganz unbedeutend, aber natürlich ein Fressen für Berichterstattung, harmlose bis bissige Bonmots und simpel zu verfassende Kommentare in Medien vom Spiegel bis zum Visagebuch.

In dem Text fragt sich Ratzinger ganz ernsthaft, wie es in der ja eigentlich heiligengeistlich beschützten katholischen Kirche zu so einem flächendeckenden Missbrauchsphänomen kommen konnte. Als Hauptursache ermittelt er die Abwesenheit des heiligen Geistes und, weil in der christlichen Theologie der heilige Geist Gott und Gott zwar allumfassend aber trotzdem nicht schuldfähig ist, die (weltlich-westliche) Menschheit als Schuldigen an der Vertreibung des letzteren.

Im besonderen erwähnt er den sogenannten österreichischen Sexkoffer, die sexuelle Revolution, den Materialismus und die Erfinder von das alles, die sogenannten 68er, die bekanntermaßen ja auch für den Ruin von Post, Bahn, der verstaatlichen Stahlindustrie und an allem möglichen anderen vom Verfall der Werte bis zur "Ausländer Rein"-Bewegung die Verantwortung tragen.

Ratzinger ist Vergangenheit und die muss schon noch weiter verarbeitet werden, wie man sagt. Ich glaube aber nicht, dass sich die RKK in absehbarer Zukunft nochmals einen so bescheuerten Papst wie Ratzinger leisten wird. Wie das mit den Bischöfen in der Zukunft aussehen wird, ist ein wenig unklarer. Die waren in der Vergangenheit öfter mal über dem Durchschnitt gescheit aber nicht selten mit riesigen blinden Flecken und einem krass verzerrten Weltbild "gesegnet". Und das hat nolens volens Konsequenzen.

Mir ging, während ich über all diese sehr humanistischen Äußerungen und lustigen Kommentare gestolpert bin, meine Jugend in Vorarlberg durch den Kopf. Heutzutage habe ich nur mehr selten - und dann meist sehr freundliche aber recht oberflächliche - Begegnungen mit der RKK. Damals aber griff sie vom 5. bis zum 15. Lebensjahr schon noch ziemlich in meinen Material-Boy-Alltag ein.

Meine kleinen Notizen zur "Kirche zum Anfassen"

Ich dachte mir zum Beispiel: Ist doch wohl alles nix gegen den früheren gütigen Marianums-Rektor und nachmaligen Vorarlberger Bischof Elmar Fischer, der im Regionalradio-Interview Homosexualität schon mal zwar für eine Krankheit, dafür aber gleichzeitig auch für heilbar hielt. Fischer war von 1970-1982 Rektor des diözesanen Studieninternates Marianum in Bregenz, 1974-1990 Direktor der staatlich anerkannten diözesanen Lehranstalt für Ehe-Familien- und Lebensberater; 1979-1990 Leiter des Ehe- und Familienzentrums der Diözese Feldkirch.

Nach meinen eigenen - natürlich leicht verzerrten - Erinnerungen hat Fischer in seiner Aufsichtsfunktion zwar eher indirekt aber dafür ganz ordentlich zur themen-entsprechenden Herrichtung eines gewissen Teils des dortigen Kaplan- und Pfarrer-Nachwuchses beigetragen. Elmar Fischer kam später wegen seiner Anmerkungen über "gesunde Watschen" unter Druck. Die bewirkten nämlich, dass den vielen solchen, die er in seinen Funktionen in der Kirche und bei den Pfadfindern verteilt hatte, eine Zeitlang nachgegangen wurde, aber - soweit ich weiß - nie wegen Sexualmissbrauchsvorfällen in seinem Wirkungsbereich. Er war diesbezüglich nach meinem Wissensstand auch kein Täter aber sicher mindestens ein Wegseher.

1973 war das Jahr, als ich zum ersten Mal dieses Problem der vielleicht immer noch bedeutsamsten Organisation der Welt mitgeschnitten habe und zwar durch Erzählungen von Klassenkameraden, die während des Schuljahres im Marianum lebten. Und ich war damals nicht der Einzige, der mindestens einige der Opfer und ihre Eltern für irgendwie mitbeteiligt und den diskreten Austritt aus der Institution für die beste Lösung hielt. Aus meiner gemischten Externats- und Internats-Klasse haben es bis zur Sechsten mehr als die Hälfte der Mitschüler geschafft, ihren katholischen Eltern den Austritt abzuringen. Und keiner ging zur Polizei, außer einer. Der wurde von den intern Verbliebenen nach der Matura als einziger nicht Priester sondern Polizeioffizier.

Meine Gedanken zur journalistischen Aufarbeitung

Als mein Pate und Onkel, wie Fischer auch Mitglied der hiesigen Bischofskonferenz, in einem Gegeninterview des gleichen Regionalradio-Senders meinte, dass der Kollege vielleicht einmal auch neuere Fachliteratur zur Hand nehmen solle und dass in einem Ländchen mit 600 Kirchen und Kapellen unter Umständen doch genügend Platz für ein 2. oder gar 3. Minarett sein sollte, hagelte es von klarnamenfreien Todesdrohungen bis zu klarnamengeregelten Anwürfen und Schmähungen alles - und das in rauhen Mengen.

Das irgendwie liberale Interview nützte meinem Onkel gar nichts, weil kurze Zeit später aufgedeckt wurde, dass er als Chef eines Klosters und Internats, in dem mehr als ein Missbrauch stattfand, im Jahr 1982 zumindest Beihilfe zur damals von den Eltern des Betroffenen mitgetragenen und - wie ich glaube - gewünschten erfolgreichen Vertuschung geleistet hatte. Man kann sich vorstellen, dass sein bis dahin makelloser Ruf nachhaltig ruiniert war und zudem die Nerven seines Nachfolgers ebenso nachhaltig ruiniert wurden. Jener war zum Zeitpunkt des ersten verhandelten Vorfalls noch gar nicht geboren und beim letzten Ereignis ein 12-jähriger Junge in Südafrika. Das Opfer wiederum war nach Aussage seines Anwalts beim ersten Vorfall 14 und beim letzten 28 Jahre alt.

Sein Vorgänger habe ihm über den Täter und dessen Vorgeschichte nichts hinterlassen und in den Personalakten sei auch nichts ersichtlich gewesen sagt mein Onkel und ich neige dazu, ihm das zu glauben. Geahnt hat er sicher etwas, das taten damals viele. Es gab ja immer auch kleine "harmlose" Probleme mit "grauslichem" Verhalten von "Einzelnen" in diesen Instituten. Anpassung an die Umwelt verhinderte aber stets eine "allzu scharfe" Bekämpfung der Sache und der Täter.

Meine persönliche Haltung und Einschätzung dazu

Mir ist irgendwie schon in den 70er Jahren vieles an der RKK ganz und gar nicht verständlich und zuweilen auch richtig widerlich gewesen. Eines sah ich aber auch damals schon so: Für das Leid der vielen im Rahmen von organisierten Religionen Missbrauchten, sei es durch prügelnde katholische und buddhistische Mönche, Nonnen, Lehrer, Rabbiner und Imame oder durch allzu kinderliebende, häufig gleichgeschlechtlich orientierte Funktionäre dieser religiösen Organisationen tragen eindeutig die Eltern der Betroffenen die Hauptverantwortung.

Die sind in meinen Augen einfach viel mehr verantwortlich für ihre Kinder als jeder Lehrer oder jede sonstige institutionelle Aufsichtsperson und dafür, dass das alles passieren konnte. Es beginnt damit, dass sie ihre Kinder in solche Ski-Gymnasien, Ballet-Akademien, Elite-Schulen und Internate stecken, es geht über das Nicht-Ernst-nehmen von Kinderworten und anderen Signalen und reicht bis zur regelmäßigen Veranlassung von und Mitwirkung an Vertuschungen. Das macht die Täter nicht weniger schuldig und lässt deren Verantwortung nicht verschwinden. Es muss dennoch einmal gesagt und geschrieben werden.

"Der Verfahrenshelfer des Opfers erklärte, sein Mandant sei von seinen Eltern in gutem Glauben in die Obhut des Klosters gegeben worden." stand bei der Aufdeckung in der APA und vielen österreichischen Medien. Ich kenne niemanden, der ausreichend mit solchen kirchlichen Einrichtungen in den 60er und 70er Jahren zu tun hatte, der nichts über Gewalt und Missbrauch (muss nicht sexuell sein) in solchen Institutionen wusste. Wer sein Kind in ein Internat steckte, akzeptierte natürlich nicht direkten sexuellen Missbrauch, anderen Missbrauch aber durchaus. Dieser Aspekt kommt bei unseren aufgeklärten heutigen Journalisten und anderen Posterinnen einfach viel zu wenig nicht vor.

Sie stürzen sich allzu gerne auf die medial schon bekannten Protagonisten und sind bei den vielen Mitwirkenden auf dem Eigengruppen-Auge blind und denkfaul, auf dem Fremdgruppen-Auge dagegen arrogant und unkritisch kritisch. Mein guter Onkel hatte sicher auch solche blinde Flecken und wahrscheinlich nicht zu knapp, das macht aber das andere nicht besser.

Für's richtige Kennenlernen der echten 68er bin ich zu jung. Dani Cohn-Bendit und Joschka Fischer kenn' ich nur aus dem Fernsehen und Ulrike Meinhof sowie Gudrun Ensslin nur aus Büchern und ganz wenig Archivmaterial. Aber auch vieles an der "humanistisch-demokratischen" Linken der 70er und 80er Jahre konnte ich schon damals und kann ich bis heute nicht verstehen. Ihr geht irgendwie ab, was Alain Finkielkraut einmal als "Denken bis es wirklich weh tut" bezeichnete.

Die 68er sind zum schönen Teil schon in Pension. Die mehr rechten und die mehr linken Post-68er, zu denen ich selbst gehöre und die gerade noch auf vielen einflussreichen Positionen sitzen, die kann ich irgendwie gar nicht mehr so gut unterscheiden, manchmal nicht einmal, wenn ich ihre Vergangenheit kenne. Aber abgesehen von eher wenigen - man denke nur einmal an Otto Mühl - begingen wir die sexuellen Grauslichkeiten, die nicht so selten waren und sind, doch mehr unter uns sogenannten Erwachsenen.

Wir waren ja nicht zum Zölibat verpflichtet und wollten die Monogamie nicht nur für die Männer sondern nun auch für die Frauen aufgehoben wissen. Meine Gefühle zum Phänomen des weltweiten Kindesmissbrauchs aber auch zu seiner medialen Aufarbeitung konnte und kann ich aber leider nur so ausdrücken: Wäähhhh!

PS: Den sogenannten Sexkoffer hat der erwähnte Onkel im Gegensatz zu meinem anderen - sozialdemokratischen - Onkel bei Kaffeejausen in der zum Teil auch recht konservativen Verwandtschaft immer demonstrativ befürwortet. Vielleicht, weil er schon in seinen ersten Jahren als Klosterleiter mit solchen Sachen konfrontiert war. Oder vielleicht, weil er trotz Soutane auch so ein heimlicher Prä-68er-Zweites-Vatikanum-Fanatiker war. Wie sagt man? Alles ist möglich.

Und die Homosexualität, ja die kommt in der sogenannten Natur einfach recht häufig und gerne vor.

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Freitag, 12. April 2019

Why I Fell Out of Love With Narendra Modi

Kommentar der Herausgeberin
Was für ein absurder Titel, geschätzte Leserinnen, werdet Ihr Euch vielleicht fragen. Wie kann MaryW jemals "in love" with Narendra Modi gewesen sein: Schiach, alt, Hindu-Fanatiker, entweder stock-konservativ oder gar reaktionär.

Ein Herr namens Gurcharan Das hat einen Artikel mit dem Titel "The Modi Mirage" in der der politischer Vernunft verschriebenen aber nicht gerade revolutionären weltpolitischen Zeitschrift "Foreign Affairs" veröffentlicht und äußerte darin seine Enttäuschung über das Gebaren des indischen Premierministern mit einer Liebesmetapher. Die tinytalk-Redaktion hat ein Online-Abo von Foreign Affairs und ich lese den Website recht regelmäßig. Man erfährt da von Vorgängen in der Welt, über die man in unseren Zeitungen sowie in Spiegel und Profil nichts liest.

Ich lese "Foreign Affairs" auch sehr gerne, weil es ein gutes Gegengift zu den Beschränkungen ist, die einem das Leben im eigenen Granfalloon und sogar auch im eigenen Karass und das angenehme Phänomen der Faulheit halt so auferlegen.

"Foreign Affairs" ist eine teure Zeitschrift und online viel billiger, aber leider nicht free to air. Als bietet tinytalk wieder einmal für die wenigen Interessierten eine kleine Zusammenfassung mit Kommentar an.

Worum geht es?

Herr Das scheint politisch liberal zu sein und ökonomisch eher einer der sogenannten konservativen Schulen anzuhängen. Er schreibt im ersten Absatz:

Sick of the drift and paralysis in the government of Prime Minister Manmohan Singh, many Indians longed for a leader who would get the nation out of the mess. The situation was not unlike Britain’s in the late 1970s. Britain found Margaret Thatcher; India found Narendra Modi.

Im nächsten Absatz lesen wir: As chief minister of the state of Gujarat, Modi had built a vibrant economy and reduced corruption. His campaign speeches, with their single-minded focus on vikas (development) were fresh and mesmerizing. But people were also wary. Modi was considered dictatorial and anti-Muslim.

"Er habe sich auch lange überlegen müssen, ob er einen Politiker wie Modi wählen könne" schreibt Das weiter. "Aber er habe auch geglaubt, dass die indische Regierung nicht genug unternähme, damit das Land mehr von seiner extrem jungen Bevölkerung, von der ungefähr die Hälfte unter 25 sei, profitiere."

Herr Das trifft eine schwierige Entscheidung

I contemplated a dilemma. Should India risk its precious commitment to secularism and pluralism for the sake of prosperity, jobs, and fighting corruption? I agonized for months and then did something unusual. I decided, for the first time in my life, to vote for the right-wing, Hindu nationalist Bhartiya Janata Party (BJP)—and I did so because Modi was its leader.

In der Folge erfahren wir noch, dass Herr Das unter den ersten indischen Liberalen war, die Modi öffentlich unterstützten und zwar in seinen Sonntagskommentaren, die er nach eigener Aussage und sicher wahrheitsgemäß für die "Times of India" und sechs andere indische Zeitungen schreibt.

Ein wenig intellektuelle Rechtfertigung

There was no denying that Modi was a sectarian and authoritarian figure. But I knew that India’s democratic institutions were strong enough to prevail over those tendencies.

"Nichts werde Modi von seiner Verantwortung für die Ausschreitungen in Gujarat im Jahr 2002 entbinden. Aber andererseits könne auch nichts den moralischen Imperativ abschwächen, die in Indien weitverbreitete - aus Sicht von uns Europäerinnen extreme - Armut mit einer guten Wirtschaftspolitik zu bekämpfen. Eine Stimme für die BJP sei in seinen Augen ein kalkuliertes Risiko gewesen. Millionen von Indern hätten ähnlich gedacht und Modi so seinen Erdrutschsieg ermöglicht.

Die ernüchterte Bilanz

Five years on, I am disillusioned. Modi has delivered only partially on his economic promises, and he has unconscionably polarized the country. With a GDP growth rate of roughly seven percent, India’s is the fastest-growing major economy, but this growth has not brought the promised jobs.

Herr Modi habe seine große Mehrheit im Unterhaus (ein seltener Fall in der indischen Politik) auch nicht genutzt, um die weitreichenden Reformen, die er versprochen hatte und die Indien wettbewerbsfähiger gemacht hätten, umzusetzen. Er hätte zum Beispiel eine richtige Landreform machen und damit den jüngsten Zusammenbruch der Nahrungsmittelpreise verhindern können. Damit wäre sehr wahrscheinlich das Leben zahlloser Bauern in Indien deutlich verbessert worden.

Er hätte Indiens auf kleiner Flamme brennende Bankenkrise nutzen können, um die am schlechtesten funktionierenden verstaatlichten Banken zu privatisieren. So seien diese Banken weiter den Weg von Indian Air, der Staatsfluglinie, gegangen, die von ihrem Management jüngst in den Fast-Bankrott geführt worden sei. Keine andere Demokratie der Welt habe 70 Prozent ihres Vermögens in verstaatlichten Banken gebunden, wo immer die Versuchung groß ist, Darlehen und Kredite mit politischen Bedingungen und Vorgaben zu verknüpfen. Modi hätte sich z.B. auch mehr auf die Export-Wirtschaft konzentrieren können.

Instead, he has been gradualist like his predecessors, broadly operating within the old consensus of excessive public ownership and state control.

Mein etwas böser Abschluss

Man könnte ganz ähnliche Sachen über Margaret Thatcher und Ronald Reagan im Nachhinein schreiben. Die angeblichen konservativen "Leader" sind nämlich seit Ende der 70er Jahre nur Frontfiguren für Änderungen in Staat, Politik und ihrer Gesetzgebung, damit im Hintergrund reaktionäre Politiker-Lobbyisten die wirtschaftliche Mechanik so verändern können, dass Unternehmen und ihre Eigner bevorzugt und die sogenannten Arbeitnehmer und Arbeitsverlierer benachteiligt werden, im Gegenstück dazu der Staat aber unter Kontrolle bleibt und die Wähler - wenigstens im Hiblick auf erziehlbare Mehrheiten - doch nicht zu sehr davonrennen.

Die Erben von Reagan, Thatcher, Kohl - und leider auch Mitterand - sind eher schlechter als besser. Frau Merkl hat in Deutschland den sozialen Frieden erhalten um den Preis, dass die ganze deutsche Infrastruktur kaputt ist. Und bei den jüngeren Kalibern kann man höchstens den Vergleich machen, wie gut sie bei "Message Control" sind und sonst gar nix. Beim famosen Herrn Cameron ist sie jetzt halt schon einmal richtig schon in die Hose gegangen, die gut konzipierte populistische Botschaftenbeherrschung.

Und das mit den Enttäuschungen von liberalen Intellektuellen wie Herrn Das wird sich auch noch ein paar Male wiederholen. Vielleicht sollte er sich in "Herr Was" unbenennen und die ganze Sache beim nächsten Mal vorher bis zum Ende durchdenken. Amen.

Nach dem Amen

Nach dem Amen sollte - genau wie nach dem Basta - nichts mehr kommen. Aber genau wie nach dem Gottesdienst bei manchen doch noch das Kaffeehaus kommt, kommt hier noch ein Rezept, nämlich ein ganzer langer Absatz aus Herrn Das' Essay. Das ist an der Grenze des Erlaubten und Üblichen beim Zitieren, aber es ist so gut, das wir es der geschätzten abolosen Leserinnenschaft einfach nicht vorenthalten wollen. Noch dazu ist ein schönes klassisches recipe for failure. Und hier in Jamaica lieben wir failure.

Moreover, Modi announced too many programs at once and tried to execute them all himself. He centralized decision-making in the prime minister’s office - something he had done successfully as chief minister of Gujarat. But India, with its federal structure, is not Gujarat. A chief minister may be all - powerful in a given state, but a prime minister has to learn to implement programs by motivating and cajoling regional leaders across the country. To make matters worse, Modi seems to have been continuously in an election mode for the past five years. Constant campaigning diverts the executive’s attention from executing reforms that often bring short-term pain for long-term gain. To be fair, Modi was aware of this problem - he championed introducing simultaneous state elections across the country, but the idea lacked support among other parties.

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Why I Fell Out of Love With Narendra Modi
Kommentar der HerausgeberinWas für ein absurder Titel, geschätzte Leserinnen, werdet Ihr Euch vielleicht fragen. Wie kann MaryW jemals "in love" with Narendra Modi gewesen sein:....
by MaryW (23.04.19 23:21)
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by MaryW (22.04.19 17:30)
Öffentlich-rechtlicher Mehrwert, ein Unbegriff
Wie es dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland, Österreich und der Schweiz passieren konnte und kann, einen Begriff für die Wiederherstellung der eigenen Stellung und des....
by StefanL (20.04.19 09:04)
May you find peace, Steve Jobs, †
He was the greatest marketer the last decades of the old and, even more, the first of the new century have seen, which surely is....
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Ruhe in Frieden, Erich
Erich Meixner war der freundlichste und liebste Mensch, den ich in meinem Leben kennengelernt habe. Und das war im Kindergarten, wo seine um meine Kinder,....
by MaryW (20.04.19 08:39)
2 Funerals in 2 Days
2 funerals in 2 days has been a bit much for me. Both personalities passed away before their time at the end of last year.....
by StefanL (20.04.19 08:11)
Gute Zeiten für gebrauchte AIs
Am Dienstag hat mein aufmerksamer Kollege Philipp einen interessanten NiemanLab-Artikel von Christine Schmidt vom 8. April 2019 über Facebooks "Local News" Aktivitäten verlinkt. Philipp schreibt....
by StefanL (20.04.19 07:13)
Fighting Unethical Behaviour
Fighting unethical behaviour, which this staff here is heavily involved in, does not seem to be such a good receipt for a peaceful life and....
by StefanL (19.04.19 19:20)
A Networking History of TinyTalk plc and tinytalk magazine
1977 TinyTalk is founded in Vienna, Austria, when Margaux S. and Emile B. quit the Austrian student press market to found their own magazine. The first 3....
by AlexanderL (19.04.19 17:47)
Ich will den Kapitalismus lieben, weil soviel für ihn spricht.
Sonntag Morgen, 09:00 Uhr, in Ö1 läuft gerade aus der Reihe "Gedanken" die wunderbare Sendung "Songschreiber, Musiker, Maler - das Universum des Funny van Dannen"....
by StefanL (14.04.19 15:33)
Der Ratzinger, die Homosexualität und die 68er
Joseph Aloisius Ratzinger aus Bayern, vormals ein Papst der römisch-katholischen Kirche, hat im Februar am Anti-Missbrauchsgipfel des Vatikans teilgenommen und dabei Notizen gemacht. In der....
by StefanL (14.04.19 15:16)
José Contreras
José 'Pepe' Contreras war mein Freund, zuerst weil seine Frau Ruth Contreras meine gute Chorfreundin und dann, weil er ein sehr freundlicher Mensch war und....
by StefanL (14.04.19 11:45)
Mimi and Joan Sing a Duet
Just by accident me and a friend detected that sometimes the same song performance has the power to comfort us when the mind is on....
by MaryW (12.04.19 09:38)
Dixie Chicken
Long before the Dixie Chicks there was the Dixie Chicken (and the Tennessee lamb of course). For people with a sometimes more down to earth....
by StefanL (12.04.19 09:29)
The Petrochemistry of Software
Resourceful as ever mrs. motz pointed us to an interesting presentation a certain Mr. John Day recently held at the "future of networking" conference in....
by StefanL (08.04.19 21:41)

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