Donnerstag, 11. April 2019

José Contreras

José 'Pepe' Contreras war mein Freund, zuerst weil seine Frau Ruth Contreras meine gute Chorfreundin und dann, weil er ein sehr freundlicher Mensch war und wir beide auf einem Chorfest gleich einen Narren aneinander gefressen hatten.

Pepe starb im März 2019 in Pitten, wo er mit Ruth, die zwar in Bogotà geboren wurde aber aus Pitten abstammte und dorthin zurückkehrte, lebte. Pepe war Jude und sagte immer, dass Chile seine erste und Österreich seine zweite Heimat sei. Zudem sage Pepe, was mich noch mehr berührte, oft, er sei Sepharde in Südamerika und Ashkenase in Europa. Als Exilpolitiker war er ein südamerikanischer Internationalist und Mitgründer des Dachverbands lateinamerikanischer Exilorganisationen in Österreich.

Fliehen musste und wollte Pepe aus seiner zweiten Heimat nicht mehr, auch wenn ihn der Wandel Österreichs vom, wenigstens offiziell, antifaschistischen Flüchtlingsaufnahmeland zu einem Ort, wo dem Faschismus nahestehende und historisch mit ihm verbundene Stimmen und Taten immer lauter, immer mehr und immer akzeptierter wurden, sowohl erboste als auch beunruhigte. Nun ist er von uns gegangen und sieht sich alles oys jener welt an.

José Contreras wurde Jahre 1940 in Chile geboren, wo er nach Schule und Studium als Buchhalter in der Verwaltung des Krankanstaltenverbundes zum Leiter der Südprovinzen aufgestieg. Als Sozialist unterstützte er die Regierung Salvador Allendes, was ihm schließlich nach Augusto Pinochets Militärputsch am 11. September 1973 zum Verhängnis wurde.

Bereits einen Tag nach dem Putsch verhaftete ihn das Militär und verschleppte ihn in ein Anhaltelager, welches von der neuen Militärregierung für oppositionelle linke Intellektuelle, KünstlerInnen und PolitikerInnen errichtet worden war.

Nach zwei Jahren in verschiedenen Lagern und einer großen Portion Folter und Misshandlung, wurde er von der Regierung Kreisky, wo jemand seinen Namen kannte, nach Österreich geholt, wo er nicht bloß seine zweite Frau Ruth kennenlernte, sondern auch eine neue private und politische Heimat fand. Jose Contreras engagierte sich bis fast zuletzt stark in der chilenischen und der gesamten lateinamerikanischen Exil-Community.

Hier im audiovisuellen Archiv kann man Pepe und seinen recht kurzen Lebens- und Fluchtbericht noch sehen und hören.

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Freitag, 29. März 2019

2000 - Die Zukunft erfinden

Am Donnerstag, 21.3.2019 brachte der WebStandard eine Story mit dem Titel "Doku von 1972 zeigt, wie absurd man sich damals die Zukunft vorstellte" über eine im Oktober 2010 von RetroTV87 auf YouTube gestellte Sendung des ZDF von 1972, mithin damals 37 und jetzt 47 Jahre alt. Die TinyTalk-Redaktion hätte von diesem Video und dem Artikel allerdings gar nichts mitbekommen, hätte mich meine gute Freundin K. nicht mittels eines Links und einer Empfehlung aufmerksam gemacht und mich quasi hinbugsiert. Danke an goldchen also!

In dieser fiktiven Dokumentation mit dem Titel "Richtung 2000 - Vorschau auf die Welt von morgen" stellte das ZDF vor, wie es sich das Leben in damals 28 Jahren in der Zukunft vorstellte. Der Inhalt des Artikels ist zum Glück dann doch ein wenig differenzierter als der Titel es befürchten lässt. Im Text nimmt die Redaktion nämlich schon zur Kenntnis, dass "Richtung 2000" durchaus Trends auch richtig eingeschätzt hat. Der folgende zusammenfassende Absatz zeigt aber auch schön, wie Begriffe das Verstehen fördern oder verhindern können.

Richtige und falsche Vorschau
"Richtung 2000" pendelt zwischen teils absurden und teils recht akkuraten Prognosen wahlweise eutopischer und dystopischer Natur. Manche sind bereits eingetreten – wenn auch in anderer Form. Das Internet hat man zwar nicht vorausgesehen, doch Smartphones, smarte Lautsprecher mit Displays und kostengünstigen Zugang zu Programmfernsehen und Video-on-Demand gibt es heute ebenso wie frei herumstehende Mietautos.

Dass man das "Internet" und seine Wirkungen nicht voraussehen konnte, ist ein recht gängiger Mythos. Das Gegenteil ist der Fall. Seine Möglichkeit und Machbarkeit wurde schon in den frühen 60er Jahren von wichtigen Leuten an den richtigen Orten klar erkannt und konsequenterweise sein Aufbau planmäßig in die Wege geleitet:

J.C.R. Licklider, the first director of the Information Processing Techniques Office (IPTO) at The Pentagon's ARPA, used the term in the early 1960s to refer to a networking system he “imagined as an electronic commons open to all, ‘the main and essential medium of informational interaction for governments, institutions, corporations, and individuals.’”
Wikipedia Artikel "Intergalactic Computer Network"

Im Jahr 1972 gab es auf der Welt schon jede Menge Netzwerke und Datenverbindungen, sogar schon als kommerzielle Angebote und das wussten auch die Wissenschaftsjournalisten beim ZDF. Was das ZDF und auch sonst nur wenige Leute voraussehen konnten, war, dass ein britischer Physiker und wissenschaftlicher Computer-Spezialist namens Berners-Lee das Konzept Hypertext so radikal vereinfachen und gleichzeitig mit einem ebenso einfachen Netzwerkprotokoll verbinden würde, dass er es überall an Unis demonstrieren konnte.

Dabei wurde vielen Teilnehmern an den Demonstrationen auf der Stelle klar, dass sie mittels einfacher PCs und Programmierwerkzeuge leicht einsteigen und weitere Verbesserungen machen konnten. Als dann das CERN 1993 noch HTTP und HTML zur public domain erklärte und das das World Wide Web in der Folge "explodierte" und als Basisarchitektur die Teilnahme aller am Internet bis heute ermöglichte und beschleunigte, das haben viele von uns live miterlebt. Man sollte also weder begrifflich noch sachlich das WWW mit dem Internet verwechseln.

Wisdom of the Posters

Der Story folgen zum Zeitpunkt unserer Lektüre 654 Postings des Publikums. Und wiewohl das meiste wie üblich lahme Witzchen, kleine Dummheiten und falsch fokussierte und mittelmäßig formulierte Aphorismen sind, zeigt das Forum zeigt dennoch auch sehr schön, dass es als Plattform durchaus in der Lage ist, Wissens- und Einschätzungsbeschränkungen einer Redaktion zu korrigieren. Und das, obwohl gerade die Redaktion des Webstandard seit Abschaffung der ORF-Futurezone die österreichische Speerspitze der Netzberichterstattung ist und sich ja ständig professionell mit der Geschichte, der aktuellen Entwicklung und den Zukunftstrends der Computing- und Networking-Welt befasst.

So schreibt "urban-a" im Forum:
Und wo ist das bitte absurd?
- Elektroauto mit Münzeinwurf? -> car2go halloo?
- Fernseher wo mich eine frau weckt? -> persönlicher Assistent Siri und Co
- Schaltpult um leben in die wohnung zu bekommen -> Smart Home

Diese Person scheint ein besseres Gefühl als die Redakteurinnen dazu entwickelt zu haben, welche Dinge in so einer Rück-Vor-Schau wichtig sind und was die sekundären Details sind. Das ZDF hat 1972 tatsächlich den Rückgang der Bedeutung von Münzen nicht vorausgesehen und konnte nicht ahnen, dass man zwar nicht im Jahr 2000 aber wenig mehr als 10 Jahre danach nicht nur das Mietauto mit einer Smartphone App öffnen und bezahlen würde, sondern auch viele elektronische Gegenstände in Wohnung und Haus damit steuern würde können.

Andererseits schreibt "Rotzbua aus da Josefstodt":
"Die 25-Stunden-Woche ist zur Norm geworden, ebenso der Ruhestand mit 50 – als Folge der voranschreitenden Automatisierung."

Das wäre schon längst möglich, Stichwörter: Automatisierung und ökonomische Wirtschaft. Allein, das obere Prozent der profitsüchtigen, neoliberalen Raubtierkapitalisten verhindert diese Entwicklung und hält die restliche Menschheit weiter als Arbeitssklaven welche ihnen ihr Leben im Überfluss erarbeiten.

Auch hier legt einer den Finger auf eine wichtige Sache. Viele, die sich damit befassten, konnten 1972 sehen, dass die Steigerung der Produktivität durch bessere Steuerung und der Übergang von der Fabriks- in die Wissensgesellschaft eine radikale Verkürzung der (Lebens-)Arbeitszeit nahelegen würde. Dass unsere Politiker und Manager und mit ihnen große Teile der Bevölkerung diesen Gedanken und diese Faktenlage nicht verarbeiten können und seit 1972 und bis heute der Trend da global gerade in die andere Richtung geht, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Und damit das auch klargestellt ist: Die sogenannten "neoliberalen Raubtierkapitalisten" sind an diesem falschen Trend zwar beteiligt, aber bei weitem nicht seine einzige Ursache und Profiteure. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass manchen Unternehmen, vor allem in Kalifornien das das Richtige erkennen und teilweise auch umsetzen.

Übersehen

Eine ganz realistische Passage aus der Sendung zitiert der Artikel garnich und kein Posting aus dem Forum komplett, jedenfalls so weit ich mich da durchgewühlt habe.

Die Welt des Jahres 2000 existiert noch nicht. Aber sie könnte existieren, die technischen Voraussetzungen dazu sind vorhanden. Die Zukunft gibt es als Versuchsausführung, in Labors oder auf Ausstellungen. Es gibt Herrn W.s Wohnung, das Elektromobil, den schnellen Zug. Es gibt die Rechenzentren, die ein gewaltiges Wissen gespeichert halten.

Auch dazu äußert "warp.faktor" im Forum interessante Gedanken
Genau genommen ...
... sind nur die sozialen Fortschritte ausgeblieben.
Kaum jemand hätte sich damals wohl vorstellen können, dass wir 47 Jahre später doppelt so teure Autos kaufen, die nur 200-300 km weit fahren können und dafür mehrere Stunden zum "tanken" benötigen.
Vermutlich hätte damals auch keine geglaubt, dass 2019 Fahrräder (ohne Motor!) gekauft werden, die teurer als Autos sind ...

Was soll man zu alldem sagen? Die kommende Revolution war 1972 offensichtlich schon sehr sichtbar und trotzdem ist die Menschheit blind hineingestürzt. "Richtung 2000 - Vorschau auf die Welt von morgen" befasst sich auch mit der Frage, wie wir 2000 regiert werden würden und sagt bezeichnenderweise und richtig voraus, dass die parlamentarische Demokratie sich schwer tun würde, mit der Geschwindigkeit und Radikalität dieser Revolution mitzuhalten.

Auch die Biochemie entwickelt sich

Ein weiterer kleiner Satz dagegen, den der Webstandard sehr wohl zitiert, hat auch unsere Aufmerksamkeitsschwelle überqueren können: Wer es nicht schafft, abseits der Arbeit ausreichend Erfüllung zu finden, dem bleibt noch Optimum 10 – ein schnellwirkendes Medikament gegen Depressionen aller Art, das den Alltag wieder schön erscheinen lässt.. Dazu sagen die Spezialisten in der TinyTalk-Redaktion nur: Schaut Euch mal die Prozac-Verkaufszahlen für den nordamerikanischen Kontinent an. Nuff said.

Immerhin haben Gesellschaft, Politik und Wirtschaft es geschafft, die von "Richtung 2000" vorausgesagte Zerstörung unserer Seen und Flüsse zu stoppen und die Wasserverschmutzung ganz weit hinaus in die Ozeane zu verschieben.

Der "Ingenieur" als Prophet

Am Ende erlauben ich mir noch, den von uns in der TinyTalk Redaktion sehr verehrten, weil gescheiten österreichisch-ungarisch-britischen "Erfinder" der Holografie, Dennis Gabor (Günszberg Dénes) gleich zweimal zu zitieren. Vielleicht erhellt daraus ein wenig. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

The future cannot be predicted, but futures can be invented. It was man's ability to invent which has made human society what it is.
Dennis Gábor, Inventing the Future (1963), p.161

Für die Mehrheit der Menschen ist Arbeit die einzige Zerstreuung, die sie auf Dauer aushalten können.
Quelle leider nirgendwo vermerkt

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Donnerstag, 21. März 2019

Words of History, Bits of Advice

"Like processed food, whose cost is mostly in the packaging and marketing, so with calculators: technology no longer determined commercial success. Two Japanese firms with consumer marketing skills, Casio and Sharp, soon dominated. Thirty years after completion of the half-million ENIAC, digital devices became commodities. The pioneering calculator companies either stopped making calculators, as did Wang, or went bankrupt, as did Bowmar. Hewlett-Packard survived by concentrating on more advanced and expensive models; Texas Instruments survived by cutting costs.
Paul E. Ceruzzi: A History of Modern Computing, MIT, 1998, Hervorhebung durch die Redaktion

Von den Micro-Chips in den ersten electronischen Taschenrechnern bis zu den x Kernen und Milliarden Komponenten heutzutage war es noch eine Weile hin (ca. 50 Jahre). Dafür kann man aus dem obigen Satz doch einiges für die Abschätzung der heutigen Entwicklung bei unseren glorifizierten Super-Computern für die Hosentasche lernen. Ein kleiner Hinweis: Warum wohl war Steve Jobs der große Gewinner im Rechentelefonrennen? Seine technologischen Kenntnisse waren es nämlich nicht.

Auf der anderen Seite spielt Technologie schon eine Rolle. Einerseits muss man wissen, was geht, was wie und wo wohlfeil lieferbar ist und wie man eine Tech-Ökologie (Hardware und Software, Anwendungen und Werkzeuge) baut und längerfristig dynamisch und entwicklungsfähig hält. Den ersten Teil konnte Jobs ganz gut von Anfang an. Die Lektion mit der Ökologie und 3rd parties hat er trotz Wozniak viele Jahre lang bitterst lernen müssen. Wohl erst beim iPhone hatte er das wirklich begriffen. Und da erst nur für die Software. Bei der Hardware hat er es nie gelernt. In Tech-Ökologie war lange Microsoft besser als Apple und sind es heute wahrscheinlich Google und Amazon. Apple hat's immerhin von 2007 bis 2017 sehr gut gemacht. Mal sehen.

Und noch etwas: Moore's Beobachtung und Prognose (vulgo Moore's Law) im Sinn wie die Silikon-Industrie sie für ihre Propaganda benutzt (Verdoppelung der Komponenten auf einem Chip alle x Jahre), hält mit Abstrichen wohl noch ein paar Jährchen. Moore's Prognose, wie sie wirklich in seinen Artikeln steht (Verdoppelung der der Komponenten am optimalen Preispunkt zuerst jedes Jahr, dann alle 2, 3, 4 Jahre), ist schon vor einiger Zeit am Ende angekommen. Googelt mal "28nm forever".

Von 1966 bis 2016 trieb die exponentielle Dynamik der elektronischen Entwicklung eine Revolution an, die alle Prozesse der Wissenschaft, der Wirtschaft, der Massen- und Individualkommunikation und letztlich auch der globalen Nachkriegsolitik nachhaltig verändert hat. Während die Baby-Boomer-Generation (in der tinytalk-Redaktion leicht überrepräsentiert) und die Gen X die ganze Revolution irgendwie miterlebt haben, können sich die meisten Millenials nur aus Erzählungen von Eltern und Großeltern und die Gen Z gar nicht mehr erinnern, dass es einmal anders war. Das Telefon war noch an der Wand angebunden , das Fernsehprogramm schien in heute nicht mehr aushaltbarer Qualität aus seltsamen Leuchtkästen mit sehr runden Ecken heraus, die Mehrheit der Europäer fuhr oder ging am Morgen in eine Fabrik und Präsidenten, Ministerpräsidenten und Kanzler erfreuten sich bei Wahlen und beim Gesetze- und Verordnungen-machen absoluter Mandats-Mehrheiten.

Und jetzt? In Europa regieren Regierungschefs auf der Basis von 25-35 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen, in den US verlieren sie bei den Stimmen und gewinnen nur durch das Wahlmännersystem und der überwunden geglaubte Nationalstaatsnationalismus feiert fröhliche Urständ' und merkt nicht, wie blöde es ist, mit dem Gefühl zu spielen, in die guten alten 30er Jahre zurück zu wollen. Sie bereuen das Spiel ja schon jetzt, die guten alten britischen Nostalgiker. Der Energieverbrauch in der weltweiten Cloud steigt und steigt. Und an der Peripherie verbrennen die Milliarden Rechen-Chips, Flash-Speicher und Sensoren in immer mehr Konsumgütern, vom Auto über Kühlschränke und Fahrräder bis zum Telefon auch ganz schön Strom. Zusammengerechnet halt.

Geht's vielleicht mal gegen diesen Energieverbrauch demonstrieren, Schüler! Nein? Stinkt nicht? Macht keinen Lärm? Könnt Ihr Euch eh leisten? Wird mit norwegischer Wasserkraft und sauberem tschechischen Atomstrom betrieben? Na, dann ist ja gut.

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Sonntag, 8. April 2018

Data scandals Are Just a Symptom - Apologies are Irrelevant

Media Mogul

If we consider the helpless whining and simulated outrage top media executives and federal politicians show in the face of "social networks'" data scandals we will have to diagnose "complete technological cluelessness on all societal levels"* as being at the core of this mess. But so is also "conceptual cluelessness about the nature and details of large scale electronic multi way communication", as shown in the public statements of CEOs, politicians, supreme court judges, university professors and on and on. Like rabbits staring at snakes and oxen gazing up mountains our leaders and their experts stand before the current changes, rattle on about innovation, destruction, lots of new jobs and at the same time call for the state or supra-states to undo global competition and protect their excessive windfall incomes of the past century.

This in turn seems to be connected to the total replacement of serious media ecology, political and cybernetics research and education by "constructive" buzzword bingo juggling from members of the academic and media elites who desperately cling to their salaries, critical speech engagements and party invitations which are of course all still based on their usefulness to the really rich and powerful and their lobbies and government boys 'n' gals.

While the assistants of said academic and communication elites work away like crazy, naively dream of starting the next billion dollar company or at least be named a vice president of an incumbent and by either way of becoming an investor angel at the age of 39, the professors and chief editors join "important people"-study-voyages to California, get mesmerized by staring at the tiny lights on 20.000 cloud servers and labs peopled by the smartest Indians, Chinese and Koreans. Then they return home and destroy all cool and reasonable reflection in their own campuses with freshly knit prefabricated legends and myths of the future.

This Globe is entering a dangerous pre-revolutionary state of its elites who really just bluff along, a thing which today's global political processes and vocabulary clearly seem to favour. The political process in turn seems to be unable keep pace and in any way to change fast enough, to turn around and so promote a more competent mix of people to all levels and the top. And it is not just the West. Just look at China. Hu's group of scientists and engineers from the PRC's youth league that Deng's long term policies had swept into power from 2002 to 2012 have finally just been pretty completely dethroned by Xi's princeling faction who have all studied politics, law and materialist joint anything economy.

Totally Artificial Intelligence Experts of Banana Land

These data scandals and their inappropriate handling are just symptoms of a broader crisis that the end of the Gutenberg Galaxy is bringing about. And by the end of the Gutenberg Galaxy I do not mean falling sales of print products which, too, is hard to compute and if true but a symptom. But then again, if not a journalist or privacy fanatic, you should relax. After all it's only our rights to secret youthful sins on one hand and print, TV and regional websites and old age pension individual percentages on the other that are under pressure and maybe at stake. The positive relation to democracy of the latter that is so convincedly and a bit less convincingly affirmed over and over might be nothing more than a barely understood weak correlation and is by no means proven.

In the meantime brick & mortar industries and their related financial services still seem to go strong. Construction of motor- and railways, houses, machines, robots, aeroplanes and automobiles, crop raising, animal husbandry and energy redistribution while still losing jobs to China & Co. will soon need millions of ethically firm technicians, programmers and data analysts from our brilliant schools and universities to keep up the pace. And after that we will still have Mars to conquer and populate. Imagine that!

Just look at what 15 year olds do. There is some hope there. We do not despair yet in St. Mary's parish.

* cit. M. Wolkenkuckucksstein directly from a Visagebook-Post

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Donnerstag, 15. März 2018

Joys of Democracy

Das Schönste an der heutigen Zeit ist, dass sehr bald nichts so passiert, wie irgend jemand es will. Früher konnte die Scheiße von den entsprechenden Leuten viel leichter und schneller angerührt werden.

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