Dienstag, 18. November 2014

Die "Zerstörer" Europas

Die Leute, die irgendwie merken, dass sie mit Europa heutzutage in der Welt nicht so gut dastehen, die denken zuweilen auch gerne darüber nach, wer denn daran schuld sei.

Falls sie bereits eine Karriere gemacht und damit sich und der Mutti bewiesen haben, dass sie was "können", dann finden sie den Feind schnell woanders, bei den jeweils anderen hier aber dann doch überwiegend im Ausland, früher in Asien, z.B. die Japaner mit den billigen Autos, Fernsehern und Fotokameras, heute lieber in den USA, die das mit tollen Filmen aus Kalifornien auch immer bestätigen. Und deswegen muss es auch klar sein, dass die Zerstörer Europas wohl Google, Facebook, die NSA, die CIA, die Wallstreet, der militärisch-industrielle Komplex. die Federal Reserve und der IWF mit ihrer Gelddruckerei, Big Data, das Departement of Commerce mit seinen unverschämten Vertragsvorschlägen usw., kurz gesagt, das Evil Galactic Empire sein muss.

At Education

Indessen die Amerikaner selbst, nachdem ihnen in 2 Weltkriegen ihr eigenes Evil Empire, von dem sie sich seinerzeit ja losgesagt hatten, abhanden gekommen war, dauernd hoffen, ein neues, das zu attackieren sich lohnte, zu finden. Sei's denn im Iran, in Nordkorea oder Rotchina, in den 80ern auch mal wieder im Japan, dem Land der gelben Industriespionage, die inzwischen ins schon erwähnte Rotchina weitergezogen ist, sei's in Russland vor '89 oder zunehmend wieder seit letztem Jahr, sei's im Weltraum oder gar in einem kleinen Wüstenstaat mit einem möchte-gerne-benevolenten Kabarett-Diktator wie Muammar al-Gaddafi. Und alles nur, damit sie wieder die gute Rebel Republic werden können, als die sie geboren wurden, und die sie irgendwie lange auch noch waren, nachdem sie sich schon in die mächtigste aller Mächte der Welt verwandelt hatten und nach der sie sich noch zurücksehnen werden, wenn sie es längst nicht mehr sind.

Die über 30-jährigen Mädels und Jungs wiederum samt ihrer virtuellen Mentoren allerseits der großen Teiche, die ihre Position und ihr Auskommen ganz knapp links der Mitte ausgesteckt haben, die haben eine Art Geschichtsbewusstsein und meinen zu wissen, dass der Neoliberalismus mit Ronald Reagan und Bush senior an der Spitze, Milton Friedmann und Alan Greenspan im Hintergrund und ihren "Weniger Staat - mehr privat"-Verbündeten in Europa, Maggie Thatcher, Helmut Kohl, Jacques Chirac und Silvio Berlusconi schuld ist. In Österreich, wo unser Interesse fokussiert ist, läuft das dann auf Schwarzblau und Schüssel/Kohl/Prinzhorn hinaus.

George W. in younger years

Ältere Semester dagegen, die noch in den letzten Ausläufern der Gutenberg-Galaxie getrimmt wurden, machen die Schuldigen oft unter den europäischen und asiatischen Totalitaristen und ihren Helfershelfern aus, was sich ja aufs schönste im sogenannten Münchener Abkommen zur Lösung der Sudetenkrise und dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt manifestiert hat. Sie sehen die Hauptzerstörer in Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili aus Gori in Georgien, Adolf Hitler aus Braunau im Innviertel, Benito Amilcare Andrea Mussolini aus Dovia di Predappio in der Emilia-Romagna, Francisco Paulino Hermenegildo Teódulo Franco y Bahamonde Salgado Pardo aus Ferrol in Galicien sowie eben den Helfern Arthur Neville Chamberlain, Édouard Daladier, Henri Philippe Benoni Omer Joseph Pétain, Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg, Edward Albert Christian George Andrew Patrick David Windsor, Vittorio Emanuele Ferdinando Maria Gennaro di Savoia, Edvard Beneš, Ernst Heinrich Freiherr von Weizsäcker, Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, Ullrich Friedrich Willy Joachim von Ribbentrop, Kurt Alois Josef Johann Schuschnigg, vitéz nagybányai Horthy Miklós etc. etc.

Diese Menschen sind meistens auch belesen genug, vom so genannten II. auf den I. Weltkrieg zurück zu reflektieren und um dann, je nach politischer Einstellung, mehr den preußischen modernen Militarismus, den österreichisch-ungarisch und großrussischen rückständigen Militarismus oder den aggressiven Kolonialismus und Imperialismus aller europäischen Mächte einschließlich des perfiden Albion als Ursachen auszumachen. Jeder weiß, dass der so genannte Sozialismus den ersten Weltkrieg zwar nicht verhindern konnte und das qua gebrochenem welthistorischen Versprechen seinen Niedergang einläutete, aber nicht einmal die entschiedensten Anhänger des Gefühls, dass eine anständige Behandlung der Arbeitskräfte und deren selbständiges Denken und Handeln die elementaren bürgerlichen Freiheiten einschränken könnte, kommen auf den Gedanken, im Nachhinein den WK I den Roten anzuhängen.

Diejenigen Leute, die immer noch von der Ostküste faseln und fantasieren und deren fortgesetzte Existenz in Tu Felix Austria jüngst in den 80er Jahren sehr deutlich zutage trat, und die in Polen bis in die höchsten Kreise der heiligen römischen Kirche zu finden sind, die lassen wir in dieser Betrachtung jetzt einfach aus.

Wir sagen Euch aber, was unsere langjährigen Recherchen ergeben haben: Alle oben erwähnten Schuldigen konnten fast gar nicht anders. Und die Retter unserer Freiheit, Franklin Delano Roosevelt aus Hyde Park im Staat New York, Winston Leonard Spencer-Churchill aus Woodstock in England, Georgij Konstantinowitsch Schukow aus Strelkova im Gouvernement Kaluga und Josip Broz Tito aus Kumrovec in Österreich-Ungarn, Charles André Joseph Marie de Gaulle aus Lille im Département Nord und ihre Millionen Helfer waren auch nicht immer schon so fit und gut wie sie nun in 7/7 hindsight dastehen. Und sie lernten im WK II bitter, dass man manchmal nur mit einem klaren Feind zu echter Form aufläuft und seine innersten Werte (wieder)findet.

Der Kongress sitzt

Allerdings die Jungs, und es waren fast nur Jungs, die das mit Europa in der Welt verschissen haben, die tanzten vor 200 Jahren in Wien auf dem Kongress. Und beim Aufteilen des Fells, dass der untergegangene und verbannte Korse hinterlassen hatte, da ist es geschehen, der (relative) Untergang Europas wurde damals in einer durch die Späteren fast nicht mehr veränderbaren Weise besiegelt.

N. Bonaparte

Come back to read more and get some arguments for these assertions, at an unspecified future time.

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Sonntag, 16. November 2014

Konsumenten, Produzenten, Kundennutzen

There has been a whole lot of talk about innovation and customer value in my professional environment lately. Which was a good thing by and large not only because the organization that buys quite a large part of my working performance is well advised to focus a bit more on the goods and hence the values and usefulness its audiences and customers receive for their money, then it did all of these last few years. Receiver-side benefit is also a good reasoning focus and practice, not only in capitalist business but in any kind of cooperative, divisioned and specialized work.

But then again: As a consumer you sonehow stay a baby forever and never get to adulthood and wisdom whereas producers get the chance to grow up and even become wise very many times. This is one of the points where the tough and painful thinking will have to start. As Bokonon never got tired of saying: busy, busy, busy.

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Samstag, 8. November 2014

Cities As Sins

If Rome be the sin of St. Paul of Tarsos, then Jerusalem is the sin of David, melech Israel.

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Samstag, 30. August 2014

Three 2 Account for and 2 Who Did Not Go That Far

Wir bei tinytalk haben uns am 17. Juni schwer geirrt, als wir das letzte Posting publiziert haben. Oscar and Benzema, auf die wir so große Stücke hielten, zeigten beide in Brasilien streckenweise begeisternden Fußball, aber im Gegensatz zu dem, was wir geglaubt, erkannt zu haben, spielten sie am Anfang gut, später weniger und so kamen sie nicht so sehr weit.

Oscar and the Seleção went right to the semis and, sans Neymar, went under spectacularly against the alemanos furiosos. Benzema, Matuidi, Valbuena and Griezmann did not even get that far. In the quarters they met the same self adversary and, after an early goal by Mats Hummel did not find a clue, much less a recipe, against the alemanos betonos. All the same and at least Oscar put the ball between the aléman posts to save a minimum of honour. But that was the 90th minute and los alemanos already were somewhere else, in their minds, that is.

1:7

So we says and admit this staff is sorry for ourselves and for our wrongs towards the audience which both clearly came from a lack of knowledge about the most modern futbol.

Auch unsere Top 3 waren ja ganz falsch und wir müssen jetzt nicht mehr sagen wie, nur soviel, wir wollten die 6. Kugel. Aus sentimentaler Nostalgie. Wegen der Gefühle, die wir seit der Kindheit hegen, weil die Fußballmannschaft unserer Heimatstadt so wenig zuträglich war für unser Selbstwertgefühl. Projizierende Identifikation nennt man das in Fachkreisen, manchmal auch Stockholm-Syndrom.

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Dienstag, 17. Juni 2014

Two 2 Go Far

Müller hin, Neymar her, Van Persie hin, Robben her. Die zwei Spieler, die uns hier am besten gefallen haben, waren

Oscar Dos Santos Emboaba jr. Oscar dos Santos Emboaba jr.

Karim Benzema und Karim Bezema.

Wenn diese beide Spieler so weitermachen, werden sie ihre Teams sehr weit bringen. Oscar hat in so ferne etwas bessere Karten als Benzema als er, so sieht es bis jetzt jedenfalls aus, einen besseren Sturm vor sich als Benzema ein Mittelfeld hinter sich hat und sein erstes Spiel ein wenig aussagekräftiger war. Dazu kommen die Heimmotivation und die Energie aus dem Publikum.

Andererseits freuen ich uns sehr, dass Frankreich zurück ist und Zidane eine Art Nachfolger gefunden hat. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Franzosen die Vizeweltmeister und derzeitigen "Weltmeister-Abmontierer" aus den Niederlanden ihrerseits in der Vorbereitung 2:0 "abmontiert" haben und dabei das Zusammenspiel zwischen Matuidi, Valbuena und Benzema ziemlich gut funktioniert hat.

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Sonntag, 15. Juni 2014

The street-fights are over for now, while the war tourism has started

The street-fights are over for now, while the war tourism has started. In the famous Maidan Square where a hundred protesters were shot dead in the February struggles, the paramilitary camp tents are still standing. Rubber tyres are piled in long, tall, ugly barricades, and the revolutionary militia are sitting on stools inside their tents and bomb shelters, chain-smoking and brewing coffee on campfires of scrap wood. However, the ex-President Yanukovych has fled for Russian sanctuary, and the stands of tourist attractions have arrived.

Jasmina Tesanovic who wrote these words for Boing Boing and her own blog is a well traveled author, filmmaker, performer and blogger (or blogress these days we supppose). Since 2005 she has been married to science fiction author Bruce Sterling one of who's favorite book of ours we recently compared to a nearly equally estimated one of Pynchon's and who according to the credits took the photographs (regrettably we can see only 2 of them in the published version and none in the blog post). They live in Belgrade and - at least in 2009 - had trouble with US immigration people in Vermont from which Mr. Doctorow tried to save them with the help of forms and photographs. Now, it seems, the 2 of them mostly hang out in Belgrade.

Jasmina and Bruce in Singapur CC BY-SA / Cory Doctorow

About Boing Boing to which we link with no fee whatsoever received

In a way here at the tiny headquarters we consider Boing Boing as a kind of sister thing because they started out as a "critical" printed 'zine and switched to "web distribution only" even before us. There are large differences though. tinytalk is a lot more liberal in its handling as well of its own materials as also the way readers (and, ahem, readresses) may contribute. . We can do this mainly because all of our authors but 1 are long enough dead and not sueable and the rest of us are very well protected by the wits of Dogbert D. Adams. And while in September 2003 Boing Boing removed their Quicktopics user-comment feature without warning or explanation while, provided a challengeable identity of 1 pretty and 3 quite anonymous kinds, haha, and only having undergone a thorough screening by our technical stuff at login time, every single member of our audience can still directly praise and blame at their own discretion. (Public discussion has been restored at Boing Boing in the mean time and in a billboard separated from articles like in the ORF.at Network and some others beside.)

Boing Boing has also been accused of censorship while nobody, not even Zitterwolf, has ever tried to make that claim for tinytalk. It is all due to dependencies. We depend on the good will of p3k and botic, have responsibility for roughly 50 readers at a time and no more than a couple of thousands over time and they have millions of fools and a couple of medium spenders to cope with. Still Boing Boing then and again remains a quite viable experiment as a multi author blogging platform, we believe. They have to pay the prices for professionalism and success though, just as everyone else.

The Multi Section: Music Video

The piece also contains a video in which Jasmina sings a song for Anna Politkovskaja. 'S got nothing close to do with the topic of the article and most probably due to editorial politics but is nice never the less. All in all we highly recommend reading the whole article.

ANTSCD:
For those of you who have not already - and we're convinced most of you geekish male readers have - and for those of you who like rereading but not googling, here are the links to the 2 famous written language slashdot interviews in 2013 with Chairman Bruce and the meanwhile overwhelmed by his methods but then still very sound and funny Neal "Protagonist" Stephenson in 2004.

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Sonntag, 8. Juni 2014

Disco Дача 2012

Wir sind ja alle sehr glücklich, dass die Wurst es geschafft hat und alle Ermächtigungsshows und Hindernisse überwunden hat und jetzt mit einem Schlag und praktisch im Alleingang Österreichs Image nach innen und außen in der Welt so sehr verbessert hat. Das wird in vieler Hinsicht gute Wirkungen haben, nicht zuletzt die, dass auch der ORF die Grenzen der Existenz wieder einmal kurz spüren wird.

Thomas Neuwirth

Österreich vorne und die Ukraine hinten?

Die Ukraine dagegen hat derzeit zwar die geheuchelte Sympathie Westeuropas, andererseits aber als Ganzes auch ein ganz ordentliches Image-Problem. Wir von der tinytalk-Redaktion lieben die Ukraine aber wirklich und möchten daher gerne freiwillig und gratis an der Verbesserung desselben bei unseren mindesten 50 oder so Lesern beitragen.

Bei Dressing-, Crossdressing- und überhaupt liberalen TV-Shows hat die Ukraine in Ostmitteleuropa die Nase ganz weit vorn. Wir haben schon auf dem Zwitscherer und im Gesichtsbuch den Freunden und Folgern die CB-Show, die ja auf Deiner Röhre wunderbar nachsehbar ist, wärmstens empfohlen.

Andrej Danilko

Für die richtigen Fans hier gibt's aber noch 3 ganz besondere Schmankerln, eben die im Titel schon gefeierte Disco-Datscha 2012, dann noch einen sogenannten Schleicher, der uns schon beim ersten Mal gut ins Ohr ging und der auch auf den Gesichtern der Kolleginnen aus Moldawien ein Lächeln hervorzurufen geeignet war sowie ein schönes Verka-Video vom Kiever Central-Bahnhof, das gut zu unseren jüngsten Auslassungen zum Bahnhof Zoo und zu Roma Termini passt.

Hier also eine kurze langsame Nummer, das Verka Video und dann 1 Stunde und 50 Minuten ukrainisches Musikshowfernsehen.



Für die, die's lieber gleich aus der Tube gucken sind hier noch die Linke:

www.youtube.com
www.youtube.com

Und dann noch für A - A Capella - Amazing Grace

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Gegeben, und die Liste der Helfershelfer, Steigbügelhalter und Wasserträger ist lang und vor Herrn Potiorek hätte dann noch einer unserer historisch verbürgten Lieblingshelden erwähnt gehört,....
by StefanL (22.11.14 13:43)
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Oskar Potiorek is to blame. (Just kidding, but he could be in your list, too.)
by tobi (22.11.14 13:41)
Sagt wirklich Autobus Frank Hampel
promoviert 1989 und habilitiert 2002 an der Universität Göttingen, Privatdozent an der Universität Göttingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Regionalforschung e.V. in Göttingen. Von....
by StefanL (22.11.14 08:58)
Ist das mit Körner noch aktuell?
»Unter Heranziehung umfänglichen Archivmaterials kann der Verfasser überzeugend darlegen, daß Körners wehrpolitisches Konzept keinesfalls als Antizipation guerillastrategischer Vorstellungen gelten kann - wie bislang in der....
by tobi (19.11.14 13:15)
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Den haben wir, nach diesem schönen Feedback, auch gleich aus der handgeschnitzten Hausbar genommen und uns jeder einen ordentlichen Schluck aus den geblasenen Schwenkern genehmigt.....
by StefanL (19.11.14 08:06)
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eine weltmacht die in 75 ländern mordet in 20 foltert mehrfach versuchte nen weltkrieg anzuzetteln und uns beklaut überwacht an die front schickt wenn sklaven sowas gutes widerfährt das ist schon....
by wilhelm peter (18.11.14 17:21)
...
intelligent frech amüsant macht spass sowas zu lesen
by wilhelm peter (07.06.14 15:14)
Compleanno
e il primo nella mia nuova vita
by StefanL (02.06.14 09:02)
Immer noch, und
Du hast das schön gesagt.
by StefanL (02.06.14 08:59)
...
Tanti auguri di buon compleanno!
by tobi (01.06.14 12:16)

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