Sonntag, 22. Mai 2016

That Will Be the Year and Day That Was

flashmob pic aus ytube

Was ist so falsch an den FlashMobs für Van der Bellen?

Warum hat die tinytalk-Chefetage allen Mitarbeitern die Teilnahme strikt untersagt?

Nichts, würde man meinen, das ist doch absurd. Und wenigstens, wenn's nichts nützt, dann schadet es auch nicht, odrrrr?

Die tinytalk-Chefredaktion ist wie so oft wieder einmal ganz anderer Meinung.

Aus unserer Sicht demonstrieren und fixieren diese singenden Flashmobs einen bedenklichen Mangel an Bereitschaft zu echter Auseinandersetzung mit der Geschichte, eklatante Lücken in der politischen Theorie der Demokratie, eine komplette Verwechslung und Verkennung gesellschaftlicher und tagesaktueller Kontexte und Wirkungen, politische Einfallslosigkeit und eine wasserdichte Einschließung in einen vergangenen und schon obsoleten gesellschaftlichen Konsens.

Ihr Kleinbürger mit den mehr oder weniger kreativen kognitiven Wissens-Arbeits-Jobs, habt Ihr in den 100 Jahren seit 1918 gar nichts gelernt? Warum wollt Ihr weiterhin mit obsoleten Mitteln aus dem 19. Jahrhundert zur falschen Zeit praktisch keine Wirkung erzielen? Warum ist Euch Euer auch schon längst Gesichtsbuch-gestützter Gruppenkonsens wichtiger als alles andere? Glaubt Ihr echt, dass so ein Gesang einen einzigen weiteren bequemen und nicht schon dazu gehörenden Hofer- und FPÖ-Ablehner zu den Urnen treiben und die Niederlage damit um ein Promille erträglicher machen könnte? Oder wollt Ihr den neuen BP schon auf die kommenden furchterregenden Lichtermeere vorbereiten? Oder gerne in Spiegel Online lesen, dass nicht alle Österreicher Nazis sind?

Demonstrieren und Singen sind gute traditionelle Mittel, um den ähnlich fühlenden Anderen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, um die innere Einheit und Motivation zu stärken und den anders empfindenden Anderen zu zeigen, dass man da ist und sie vielleicht wegen der dadurch beflügelten Widerstandsbefürchtungen dazu bewegen, die eine oder andere Arsch-Maßnahme schon vor der Durchführung abzusagen oder wenigstens abzuschwächen.

Als solche gehören sie zur fortlaufenden politischen Organisations- und Motivations- und Propaganda-Arbeit. Unmittelbar vor und nach demokratischen Wahlen, und um eine solche handelt es sich wohl heute, und um eine solche wird es sich auch 2018 handeln, erzeugen sie eher Gewissenserleichterung, Illusionsproduktion und wohlige Schauer in dem Gefühl, zu den Gerechten unter den Völkern zu zählen. Narzissmus bringt aber auch in den besten Klamotten politisch nur was, wenn man auch dauernd mit dem Trainer an sich arbeitet wie der Herr Hofer.

So risikofrei und gemütlich wird es wahrscheinlich nicht weiter gehen. Die diesem Land von außen auf-konstruierte Konsens- und Kompromiss-Demokratie hat sich samt ihren Leib- und Magenmedien nun 20 Jahre lang selbst ausgehöhlt und funktioniert ganz bewusstlos nur noch als Rutschbahn für eine kleine wachsende Elite, die mit ihrer seltsamen Mischung aus Rückwärts und Vorwärts so schön wie aus den 20er und 30er-Jahren herüber-gebeamt erscheint.

Die Methoden von Leader Vranitzky (Entmachtung durch Ausgrenzung und Schulterschluss des Mittelwegs) und Leader Schüssel (Entmachtung durch Einschluss und Entzauberung) haben beide alles nur verschoben und rein gar nicht funktioniert.

Und wiewohl, intellektuelle Kleinbürger, viele von Euch sowohl das Vranitzky- als auch das Schüssel-Rezept mit den Lippen und sogar schriftlich abgelehnt haben, haben alle schon immer schön brav mitgemacht.

Und nichts anderes als Mitmachen und Konsens-Politik sind auch die singende Flashmobs. Europa lebt im Rückspiegel und wird, wenigstens in den nächsten Jahren unaufhaltsam ungemütlicher werden. Wir "Guten" haben gepennt und uns nicht schlecht eingerichtet.

Es macht auch relativ wenig aus, ob da z.B. Hollande, Sarkozy oder LePen an der Spitze des Spitzenlandes steht. Die bestehenden politischen Eliten haben gar nicht die Mittel, daran schnell etwas zu ändern. Immerhin steht kein Weltkrieg und stehen keine Lager zur Debatte. Eher schon subsistenzentlohnte Zwangsarbeit für Arbeitslose und die gnadenlose Besetzung von Leitungspositionen für die Anhänger der Neuen. Zweiteres macht aber doch jede politische Elite, nicht wahr? Und ohne Zwangsarbeit gibt's auch mit gemäßigten Parteien nur Subsistenz-Entlohnung. Die Ausgemusterten dürfen dann halt herumhängen und autodestruktiv sein.

Wegen all dem ist auch die Verwendung des Begriffs "Faschismus" so falsch. Für die neue Elite und noch mehr für ihre Wähler, nicht wahr Herr Menasse, so wichtig im Kurier? Gewiss gibt es viele Ähnlichkeiten mit den faschistischen Bewegungen und Parteien der Zwischenkriegszeit, es gibt aber auch große Unterschiede. Wir leben nicht mehr im Zeitalter von Stahl und explosiver Chemie.

Das ist ja alles noch da, aber kleiner und komplexer und es dominiert nicht mehr. Wir leben im Zeitalter der alles durchdringenden kybernetischen und bitweise manipulierbaren elektronischen Verrechnung und Kommunikation und der biochemischen Steuerungssubstanzen. Und schauen permanent 360°-3D in den Rückspiegel der aktuellen analogen Revolution.

Jetzt wird Österreich für die Bequemlichkeiten der letzten 20 Jahre Raten abzahlen und in 10 oder 15 Jahren werden wir zusammen mit dem übrigen Europa die Rechnungen für die teils widerwärtigen, teils nur unangenehmen Taten der nächsten 7 Jahre begleichen.

Für wen wird es denn ungemütlicher werden? Vor allem für Führungskräfte, die ihren Job abgeben bzw. sich ständig mit mehr Druck und härteren Entscheidungen und Kompromissen zwischen ihrem Eigeninteresse und jenen der über und der unter ihnen plagen werden müssen. Für all uns Linke, Liberale und selbst ernannten Humanisten und Internationalisten, weil wir uns von nicht geflüchteten Ausländern hierzulande und, wenn wir zu Ihnen fahren, persönlich und medial Spott und Häme gefallen lassen müssen. Und weil wir mehr schlechtes Gewissen zu ertragen haben, wenn der Staat nicht mehr für unseren Geschmack ausreichende Charity für uns erledigen wird.

Vielleicht schon auch, weil wir irgendwie ahnen, dass das nicht gut gehen kann, und eine vielleicht noch grauslichere Rechnung auf uns, unsere Kinder und Kindeskinder zukommt. Mit diesem Gedanken sind wir aber reichlich spät dran. Vor 26, 21 und 10 Jahren ging einfach immer wieder die große Koalition in die Verlängerung. 2006 waren die meisten doch einfach froh, dass die FPÖ kalt booten musste und uns 10 weitere Jahre mit gutem Essen, iPhones, jeder Menge Facebook-Likes, Geiz ist Geil, anregenden Gesprächen und der so genannten sozialen Marktwirtschaft geschenkt wurden.

Was Europa und Österreich wirklich brauchen, ist eine echte Demokratie in den vereinigten Staaten von Europa. Und das kann nur mit viel viel mehr Aufwand in der politischen Arbeit kommen. So eine Demokratie kommt ganz sicher nicht mit der heutigen Effizienz-optimierten Arbeitsteilung zwischen Parteien und Experten, der Kommission und den Regierungen, den ehrgeizigen und abgehobenen Jungexperten-Bürokraten in den Brüssel GDs, den abgeschobenen Berufspolitikern des Debattier- und Presseaussendungs-Clubs in Strassburg und so weiter und so fort.

Und auf dem Weg dort hin scheinen ein paar Jahre mit diesmal führender Beteiligung der Freiheitlichen Partei Österreichs an Regierung, Rechtsentwicklung und Verwaltung gleich unumgänglich wie das hoffentlich endgültige Ende der SMEPS (Sozialmarktwirtschaftliche Einheitspartei des Schnitzellands). There is no such thing as a free lunch. Leider werden wir uns unter BP NH und BK HC auch nicht mehr so mitfühlend über den gerade wohl comebackenden Avigdor Liebermann aufregen können.

Remember the war against Franco?
That's the kind where each of us belongs.
Though he may have won all the battles,
We had all the good songs.

It's a pity. But then again:
Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage.

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Donnerstag, 21. April 2016

Farewell and Tears

Like everybody reasonable else the Tiny Talk Charitable Trust bids farewell to Prince Rogers Nelson who died this morning at his estate.

Thanks to the art of recording many memories will be presevered pretty faithfully. Still, knowing that musicians' greatest sounds happen outside the public sphere, we feel urged to quote one Roy Beatty: All those moments will be lost in time like tears in rain. ..... Time to die.

Just be patient 4 3 minutes & 28 seconds and watch him playing 4 angel George and all the rest of them & us. You the man. God speed.

And now 4 the final march & dirge.

One last thing, Prince, do not forget to say hallo to Whitney. It's not right, but's ok.

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Donnerstag, 1. Januar 2015

You're Not Gonna Like What Comes After America

Here for the new year are 3 parts of an interview Norwegian public broadcaster NRK did with Leonard Cohen. Norway and Cohen have a good long history together. 1988 saw the 2 first major concert appearances of Cohen on NRK. The interview is done by a very nice young blonde lady who contrary to a couple of US American interviewers seems to know something about respect and honest interest. Commentary is in Norwegian but the interview itself is in English without overdubbing. So just enjoy!

In the second part there is an interesting story about speed and slowness in writing and
the unwillingness of CBS on the publication of Various Positions. And one from Paris with Dylan in it which is mainly about the good understanding and differences between this big city Canadian and that small rural city American great Jewish poets.

In the next one you will find that title inspiring sentence and explanation about the fact that you're not gonna like what comes after America. Oh, and one more thing, we've seen the future baby, it might be murder or it might be not. The recent past has been murder clearly enough, so Cohen's insights than were dead on. And keep in mind that the Cohen of the early nineties still had the cheekiness of claiming that though we did not know him from the wind he was the little Jew who wrote the bible. Alle sier: "Amerika, Amerika. Nazi-Tyskland."

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Dienstag, 30. Dezember 2014

Just A Tiny Prayer

Song: I Say a Little Prayer
Music: Burt Bacharach
Words: Hal David
Singer: Dionne Warwick
Singer: Aretha Franklin

I Say a Little Prayer is a song with its music written by Burt Bacharach and its words by Hal David. It was originally done for Dionne Warwick and intended to express a woman's concern for her lover who's serving in Vietnam. It was released as the single B-side of a Previn song, the theme track for Valley of the Dolls, a movie on the base of Jacqueline Susan's novel of the same name. Surprisingly it turned into the favourite side peaking at #4 of the Billboard Hot 100.
Also quite by accident I Say a Little Prayer returned to the Pop and R&B Top Ten in 1968 when Aretha Franklin and her background vocalists The Sweet Inspirations sang the song for fun while pausing from rehearsing and the viability of them recording I Say a Little Prayer became apparent. Franklin did record the song for her album Aretha Now and as a single B-side. When its A-side companion The House That Jack Built written by Bobby Lance and Fran Robbins reached its peak at #6 (#2 R&B) our little song here went up to #10 (#3 R&B). As of today it counts 22.966.738 views for its more official and 19.733.940 views for its 1970 Live TV version whereas the Warwick version still counts nearly 3 million. Now ain't that beautiful?

Stevie Wonder playing to Burt Bacharach

Composer Bacharach and lyricist David just were one hell of a songwriting team mostly conceiving songs for recording by some of the finest African-American vocalists ever. You might also want to check out Raindrops Keep Fallin’ on My Head, a song that won an Academy Award as Best Song for American Western Butch Cassidy and the Sundance Kid. That just is how solace comes into the world and a more than worthy continuation of the thing started off by Abel Meeropol, Rezső Seress and Eleanora Fagan in the 30ies and 40ies.

The moment I wake up
Before I put on my makeup
I say a little prayer for you
While combing my hair, now
And wondering what dress to wear now
I say a little prayer for you
Forever, forever, you'll stay in my heart
And I will love you
Forever and ever, we never will part
Oh, how I'll love you
Together, together, that's how it must be
To live without you
Would only be a heartbreak for me
I run for the bus, dear
While riding I think of us, dear
I say a little prayer for you
At work, I just take time
And all through my coffee break-time
I say a little prayer for you
Forever, forever, you'll stay in my heart
Will love you
Forever and ever we never will part
Oh, how I'll love you
Together, together, that's how it must be
To live without you
Would only be a heartbreak for me
I say a little prayer for you
I say a little prayer for you
Forever, forever, you'll stay in my heart
And I will love you
Forever and ever we never will part
Oh, how I'll love you
Together, together, that's how it must be
To live without you
Would only be a heartbreak for me
My darling, believe me
For me there is no one
But you, please love me too
I'm in love with you
Answer my prayer, babe
I'm in love with you
Answer my prayer, babe
Say you love me too
Answer my prayer, babe
I'm in love with you
Answer my prayer, babe
I say a little prayer for you
I say a little prayer for you
I say a little prayer for you

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Samstag, 13. Dezember 2014

Domani Partiamo

Domani finalmente partiamo. Vogliamo trovare il paese dove fa caldo, dove la gente sono migliore con le zingari.

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...
Gegeben, und die Liste der Helfershelfer, Steigbügelhalter und Wasserträger ist lang und vor Herrn Potiorek hätte dann noch einer unserer historisch verbürgten Lieblingshelden erwähnt gehört,....
by StefanL (24.04.15 17:27)
...
missing links...
by wilhelm peter (02.01.15 16:15)
Tiny Rise in Price
We're sorry or rather not that sorry to inform you that the educational device package our scientific dptmt. has on offer for the better, aka....
by DogbertA (01.01.15 11:48)
...
a wonderful song - i remember bacharach as musical director of marlene dietrich - the man behind her chanson appearance - one of the most....
by wilhelm peter (30.12.14 20:56)
Lieber Piefke 3000
Weil wir so sind und weil wir nicht so sind, haben wir jetzt die gesamte seriöse Literatur zu Körner besorgt, deren wir, dank sei dem....
by StefanL (27.11.14 22:17)
...
Oskar Potiorek is to blame. (Just kidding, but he could be in your list, too.)
by tobi (22.11.14 13:41)
Sagt wirklich Autobus Frank Hampel
promoviert 1989 und habilitiert 2002 an der Universität Göttingen, Privatdozent an der Universität Göttingen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Regionalforschung e.V. in Göttingen. Von....
by StefanL (22.11.14 08:58)
Ist das mit Körner noch aktuell?
»Unter Heranziehung umfänglichen Archivmaterials kann der Verfasser überzeugend darlegen, daß Körners wehrpolitisches Konzept keinesfalls als Antizipation guerillastrategischer Vorstellungen gelten kann - wie bislang in der....
by tobi (19.11.14 13:15)

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