Dienstag, 13. Dezember 2011

Finished Early

Not many people here in good ole Europe might have noticed, but today the last specimen of the most advanced and most senseless fighter plane that humanity - a small elite part of the US engineering elite part of humanity that is - has built so far, rolled of the assembly line. And most probably nobody will build the like of it again for the forseeable future. It is simply without sensible application.

Lockheed F-22 Raptor

Requiescat in pace, F-22 Raptor. You were and are one hell of an expensive toy 4 far 2 few.

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Freitag, 23. September 2011

A Short One

Never forget, your greatest limitation will always be your armour.

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Mittwoch, 7. September 2011

Mostly Harmless

Der neue Geschäftsführer des führenden österreichischen Magazinverlages in mehrheitlich deutschen Händen, Herr Axel Bogocz, of 1&1 and Bravo fame, also ein Mann der das Multichannel-Business in Deutschland miterfunden hat, hat der Austria Presse Agentur ein Interview gegeben.

Herr A. B. Market Leader Ship Defensor

Ich arbeite nun seit annähernd 25 Jahren im Mediengeschäft. Die Hälfte davon auf der journalistischen, die andere Hälfte auf der Management-Seite. Meine Erfahrung ist: Das sind keine Entweder-Oder-Talente, sondern sie ergänzen sich ideal. Meine Zusammenarbeit mit den Chefredakteuren der Verlagsgruppe News wird sich genauso darstellen. Wir werden über Kampagnen, Konzepte, Positionierungen, Handwerk diskutieren. Legen langfristige Ziele fest. Den Weg dorthin bestimme aber nicht ich, sondern die Chefredakteure.

An so einem Statement fallen natürlich 2 Sachen auf. Der Mann hat a) eine echt geile Gewichtungsreihenfolge für einen Journalistenmanager parat und b) den vielleicht schon typischen Hang europäischer Manager zum taktisch-harmlosen Schwindeln. Das passt alles nicht so schlecht in die Landschaft. Irgendwie.

The Title of

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Montag, 5. September 2011

Kaffee und Schokolade

In der letzten Zeit haben wir uns, bedingt durch eine Kette von Zufällen, ein wenig mit Schokolade und noch ein bisschen weniger mit Kaffee beschäftigt. Einerseits ist uns im Zuge einer Samstagsbeschäftigung Thomas Papes kleine kulinarische Reclam Anthologie "Schokolade" um einen kleinen Euro antiquarisch in die Hände gefallen, andererseits sind wir mehr so als absichtlich in Jean-Pierre Améris' am 22. Dezember letzten Jahres (im April dieses Jahres bei uns) erschienenen Film "Les Émotifs anonymes" mit Isabelle Carré und Benoit Poelvoorde, in dem die Schokolade die dritte Hauptrolle spielt, gestolpert. Weitere Kettenglieder waren dann noch aktuelle Schokoladegeschenke in beiden Richtungen und die fast gleichzeitige Verkostung eines hochprozentigen Bitterschokoplättchens und einer wirklich fetten und ausgezeichneten Praline.

Isabelle Carré

Natürlich fällt einem gleich Hallström's Chocolat von vor über 10 Jahren ein, ein quintessentielles "come second" everywhere piece, der für fast alle interessanten Preise nominiert war und praktisch keinen errungen hat. Zu Recht, irgendwie. Und während dieser doch nicht unamüsante Film seinen Preis, für eine zu hanebüchene Verwendung von Klischees und Kitschelementen zahlen musste, steckt Améris' Film keine besonders guten Kritiken ein. Nichtsdestotrotz wollen wir den Besuch einer Aufführung allen empfehlen, die etwas für schauspielerische Leistungen und eine leichte Hand bei Szenaristen und Dialogautoren (Améris mit Philippe Blasband) übrig haben.

Die o.e. kleine Anthologie enthält einen Ausschnitt aus Wolfgang Schivelbuschs 1980 bei Hanser erschienen und sehr empfehlenswerten "Das Paradies, der Geschmack und die Vernunft". Der Spiegel rezensiert das Buch seinerzeit und zitierte sehr verkürzend eine Passage über Goethe und Balzac. Hier ist das ganze Stückchen:

Wohin man im 17. und 18. Jahrhundert den Blick wendet, die Schokolade erscheint als Statusgetränk des Ancien Régime, der Kaffee als Stimulans des sich immer mächtiger regenden bürgerlichen Unternehmertums und Geistes. Goethe, der die Kunst als Medium benutzt, sich aus seiner bürgerlichen Herkunft herauszuaristokratisieren, und der sich als Mitglied einer höfischen Gesellschaft auch in seiner Produktion eine aristokratische Ruhe leisten kann, macht aus der Schokolade einen Kult. Balzac, der - ungeachtet seiner sentimentalistisch-royalistischen Haltung - für den Literaturmarkt, und nur dafür, arbeitet und lebt, ist als einer der exzessivsten Kaffeetrinker in die Geschichte eingegangen. Zwei grundverschiedene Produktionsweisen, zwei grundverschiedene Stimulationsmittel, zwei grundverschiedene Psychologien und Physiologien.

Und während wir ja nie ein Geheimnis daraus gemacht haben, dass und wie sehr wir die Aristokratie verachten und mit ihr noch mehr schleimige Parvenus wie Herrn Goethe, die ihr Talent darin verschwenden, ein bequemes und verlogenes Leben als privilegierte Diener von Fürsten zu führen, so müssen wir doch auch zugeben, dass die Beschränkungen und Versagungen des Bürgertums schon in relativ jungen Jahren in einem Ausmaß enttäuscht haben, dass wir keine Hoffnungen mehr haben, diese inzwischen mehrfach vermischte Klasse von Menschen könnte es noch einmal auf die Reihe bekommen.

Andere Statussymbole des Ancien Régime teilen dieses Schicksal der Schokolade, z.B. die Kleidung. Für den Aristokraten vor 1789 ist ein farbenprächtiges Kostüm Ausdruck des sozialen Prestiges. Er möchte, wenn möglich, wie ein Pfau wirken, während für den schlicht gekleideten Bürger nichts abstoßender und lächerlicher ist als die Assoziation mit diesem Vogel. Wiederum sind es nur die Frauen und Kinder, die sich in der bürgerlichen Gesellschaft bunt anziehen dürfen.
Was der Pfau in bezug auf die Kleidung, das ist das Schleckermaul in bezug auf den Geschmack. Das Schleckermaul ist - im Unterschied zum Gourmand - auf Süßes aus. Der bürgerliche Geschmack, und zwar sowohl im unmittelbar physiologischen als auch im übertragenen ästhetischen Sinne, verabscheut das Bunte und das Süße in dem Maße, wie er das farblos Schwarze und das Bittere schätzt. In diesem Sinn ist der Kaffee schwarz und bitter, Antipode zur hell-süßlichen Schokolade der Aristokratie, - so wie der in schlichtes Schwarz gekleidete Dritte Stand 1789 in Versailles politisch wie farblich Antipode zur buntgekleideten Aristokratie ist.


Heutzutage ist natürlich alles ganz und gar durchmischt, weit über die peinliche Mischung von Aristokratie und Bourgoisie hinaus, und nur noch in den geckenhaften Paradeuniformen von Thronfolgern und Prinzgemahlen bzw. in den bei aktuellen Konflikten in der katholischen Kirche auffallenden Bekleidungs- und Farbunterschieden zwischen Kardinälen, Bischöfen und ihren aufbegehrenden Untergebenden können diese historischen Gegensätze wie Schatten nachvollzogen werden.

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Sonntag, 28. August 2011

On Knowing about Knowing

In arriving at proofs, I have often been struck by the apparent alignment of mathematics with psycho-analytic theory. In each discipline we attempt to find out, by a mixture of contemplation, changes in presentation, communion, and communication, what it is we already know. In mathematics, as in other forms of self-analysis, we do not have to go exploring the physical world to find what we are looking for. Any child of ten, who can multiply and divide, already knows, for example that the sequence of pirme numbers is endless. But if he is not shown Euclids proof, it is unlikely that he will ever find out, before he dies, that he knows.

Mr. S-B, aged 87

For anyone actually interested in what we can know about knowing and not quite sufficiently satisfied with what Herr Kant and Mr. Russell can teach about it, one of the study texts we recommend is Laws of Form, the introduction of which the above quote is taken from.

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Donnerstag, 25. August 2011

Premature Death

While, out of St. Mary's Parish, we really try to follow events in Northern America, due to ressource restrictions we are always late and never timely.

3 days ago, on August 22, Her Majesty's Canadian Loyal Opposition leader since earlier this year Mr. Jack Layton passed away at age 61. By the order of Prime Minister Stephen Harper, a state funeral will be held the day after tomorrow, August 27, at Roy Thomson Hall in Toronto.

Mr. Jack Layton, deceased

Mr. Layton was a member of an endangered species, the old style political class and a politician. We liked him because he mostly gave the impression of Paul Newman sitting on a city council.

There they go and, by gosh, we just dunno if anything better is coming after them. Still, as sure as ever, a day of mourning will be followed by days of enjoyment.

Temperature is going up to 32ºC here in Jamaica and 35ºC for our dear friends in Vienna Austria, so after work it will be sail and swim.

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Montag, 22. August 2011

3 Courageous Texan Girls

In 2003 these Texan women took up a verbal fight with President Bush, Fox TV. the Free Republic and a large part of US country music DJs and audiences. It cost them about half their audience as it seems but they also seem not to mind.

Do not overlook that it took Neil Young and other like heroes till 2006, many intermediate defeats, big failures and compatriot dead soldiers and a midterm election to get on this train. And they tell amazing stories in that video about what happened. Btw, he woman in the start picture is not Miss Maines but Martie Maguire who said this in Andrea Sachs's 2006 winddown of the case in Time Magazine: "I'd rather have a smaller following of really cool people who get it, who will grow with us as we grow and are fans for life, than people that have us in their five-disc changer with Reba McEntire and Toby Keith. We don't want those kinds of fans. They limit what you can do".

This editorial stuff here was against the so called Iraq war on the grounds of judging it stupid and ill conceived in the first place. Yet we did not share in the form of critique Mrs. Chirac, Schröder and Fisher had for it. Still we found why, how and for what reasons Mr. Blair took part in it even worse. If it is about the Balkans and the so called Middle East, we still urgently recommend the British stay at home. At least for the next fifty years or so. Their lies have wreaked enough havock there even more than in other places.

BTW: Here's military analysis why that war was and is foolish (by our favourite military writer Mr. van Creveld) and from the beginning could and still can result only in costly withdrawal.

Thanks for reading and watching this sentimental stuff.

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last updated: 20.01.12 10:47
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jewish ancestry, catholic belief
Actually the Herzfeld family was of Jewish ancestry while already the generation before our Charles Herzfeld had been baptized. We could go into philosophical at....
by StefanL (20.01.12 10:47)
Charles Herzfeld
Charles Herzfeld is actually Catholic, not Jewish. From Vienna, Austria, from a monarchist family that fled during WWII. Came to US to live with his....
by Rose Shuman (18.01.12 05:07)
well
everything reverses all the time. Und nix passiert gleichzeitig. Die Bohème blickt gerne auf das Bürgertum herab und dieses auf die zumindest nicht ganz so....
by StefanL (05.09.11 15:57)
...
Seltsam, das mit den Farben. Zu Kaffee kann ich nicht viel sagen, aber Schokolade verschlinge ich, und v.a. trage ich schon gern mal was Buntes....
by tobi (05.09.11 14:48)
ja, so ist das wohl
selbstverständlichkeiten, wie auf Messebühnen nicht betrunken sein, ein Mikrofon in der Hand halten können und schlechte überteuerte Bauernpointbresendationen von ehemaligen Parlamentsmitgliedern vortragen, werden dann wohl....
by StefanL (22.08.11 19:21)
...
Ich meinte das wohl ungefähr so: man hat das Gefühl, fachliche Eignung wird zwar gesetzlich eingefordert, letztlich ist die aber nicht entscheidend – wg. Verhaberung,....
by tobi (22.08.11 14:09)
was soll daran selbstverständlich sein?
nur weil Dir und mir und noch ein paar anderen von nicht besonders gebildeten und nicht besonders weitblickenden lehrern in der volksschule erfolgreich einigermaßen willkürliche....
by StefanL (18.08.11 10:55)
...
selbstverständlichkeiten als immense leistung und große errungenschaft feiern?
by tobi (18.08.11 10:44)
ja, der auf jeden Fall
und wenn wir uns durch den ganzen analytischen Schmarren durchgeschaufelt haben, wird so was (v.a. sein Buch Small is Beautiful) sehr wichtig und auch der....
by StefanL (18.08.11 07:43)
...
weil das gerade auf meinem radar ist: e.f. schumacher zitiert keyne's und seine überlegungen in den 1930er jahren über die "wirtschaftlichen möglichkeiten für unsere enkel"....
by motzes (13.08.11 12:14)

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