Algorithms and Civil Rights: Understanding the Issues

Thankfully, our existing civil rights laws apply no less forcefully when software, rather than a human decision maker, engages in discrimination. In fact, equipped as they are with the disparate impact framework, the Fair Housing Act (FHA), Title VII of the Civil Rights Act of 1964 (Title VII), and the later-enacted Equal Credit Opportunity Act (ECOA), these laws can make clear that twenty-first century discrimination is no less illegal than its analogue predecessors. Hervorhebung durch die Redaktion

Ja manchmal findet man auf Twitter Perlen, selbst wenn man wie ich weniger als 50 Personen folgt - mehr kann ich eh nicht verdauen. Rachel Goodman hat einen Artikel (S.3) für den Federal Bar Association Civil Rights Law Section’s Newsletter geschrieben und auf Twitter angekündigt. Wir können die Lektüre der 2 Seiten nur wärmstens empfehlen.

Rachel Goodman

Joanna J Bryson, der ich folge, hat den Widerzwitscher von Solon Barocas dankenswerterweise noch einmal widergezwitschert.

Hier in Jamaica schätzen wir das ganze System als sehr fragil ein, vor allem weil die Originale so schnell aus dem Blickfeld verschwinden. Aber irgendwer wird dann schon ein gedrucktes Buch mit den weltweiten Top 100.000 Zwitschern setzen. Vielleicht.

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Gut und schlecht, peinlich vereint

Wer so eine Arschkriecher-BitteBuchMichDoch-Werbung am Samstag als Umschlagsblatt seiner Publikums-(nicht Fach)-Zeitung akzeptiert, braucht sich nicht wundern, dass Relevanz und Glaubwürdigkeit nach unten und sowohl die Abonnenten als auch die Gelegenheitskäufer von dannen gehen, nicht wahr, Herr Chefredakteur Brandstätter, Herr VÖZ-Präsident Kralinger und Herr Oberboss und Protektor Konrad.

Werbetitelblatt Kurier

Aber wie immer, wenn Texte und Bilder auf Papier gedruckt werden, schaffen es auch beim Kurier - wahrlich nicht der bewundernswertesten Tageszeitung - irgendwie unwahrscheinliche aber erfreuliche Textstückchen auf's Papier und zu den Lesern, heutzutage fast öfter aus Interviews denn aus Berichten und Kommentaren. So auch diesen Samstag sowohl im Wirtschafts- als auch im Sportteil.

Der Kurier interviewt Sonja Steßl

Sonja Steßl in der ZIB 2, Quelle: facebook.com/sonjastessl?fref=photo

Nachdem alle Männer abgesagt hatten, wurden Sie in der ZiB 2 Armin Wolf zum Fraß vorgeworfen. Im Internet ging’s daraufhin mit sexistischen Postings los. Wie geht’s Ihnen dabei und wie gehen Sie damit um?

Als Frau in der Politik muss man so was öfter aushalten als Männer. Die Heftigkeit der Angriffe beweist aber auch, dass ich richtig liege. Die Gegner der Millionärsabgabe versuchen es für sich zu nutzen, dass ich mich in der ZIB2 nicht auf eine Diskussion über Prozentzahlen einlassen wollte, sondern auf das verwiesen habe, was zählt: Unsere Ziele, die steuerliche Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das alles bestärkt mich aber nur. Und wenn der Herr Wolf mich wieder einlädt, werde ich wieder hingehen.

Sonja Steßl beim Kürbisfest in Fürstenfeld; Quelle: facebook.com/sonjastessl?fref=photo

Der Kurier "interviewt" (= "hat von The Red Bulletin eingekauft") Neymar da Silva Santos Júnior

Woher kommt dieses Talent zum Dribbling?

Es ist nicht so sehr eine Frage des Talents. Es geht einfach um Üben, Üben, Üben. Ich beobachte, kopiere, übe. Ich habe noch keinen Trick selbst entwickelt.

Ihr Fußball sieht nach purer Freude aus. Empfinden Sie noch immer Freude beim Spielen, oder ist es mittlerweile eher ein Job?

Es ist geordneter Spaß. Ja, so kann man das sagen, geordneter Spaß. Spaß, den man ernst nehmen muss. Aber ich bin immer glücklich, wenn ich spiele. Wenn man glücklich ist, klappen Dinge ganz von selbst; wenn man unglücklich ist, klappt gar nichts.

Neymar da Silva Santos Júnior, Quelle: hairstylesphotoss.blogspot.com

"Ja, so kann man das sagen, geordneter Spaß. Spaß, den man ernst nehmen muss."

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Europäische Visionen - Das waren die Tage

Unsere ältesten Erinnerungen an Livemusik im Fernsehen stammen aus dem Jahr 1970. Wir waren alle 12 Jahre alt und innerlich schon 13 und es war der 21. März. Der Ort der Handlung war das IRL Amsterdam, aber das war egal. Denn der wahre Locus war das zwar noch nicht das endgültige globale aber jedenfalls schon ziemlich globale TV-Dorf der Europäischen Rundfunk Union oder, wie damals alle gerne sagten, die Eurovision.


Marc-Antoine Charpentier - Te Deum

Wir waren seit einiger Zeit Fans der blonden walisischen Sängerin Mary Hopkin, die rund 2 Jahre zuvor, von uns völlig unbemerkt, am 4. Mai 1968 den Fernseh-Talentwettbewerb Opportunity Knocks gewonnen hatte. Während wir uns also '68 noch im Dunklen befanden, rief der ehrgeizige britische Komponist, Sänger, Bassist, Gitarrist, Pianist und nachmalige Produzent Paul McCartney, der nicht nur über das notwendige Geld, ein erstklassiges Aufnahmestudio und eine gerade gegründete Firma namens Apple Records, sondern auch über hervorragende Gesellschafts- und Pressekontakte verfügte, angeblich auf Empfehlung eines Fotomodels namens Twiggy prompt die Siegerin an und lud sie zum Vorsingen und -sprechen.

McCartney hatte auch den passenden russischen Song auf Lager. Ein Lied (Дорогой длинною von Борис Иванович Фомин), das schon in den 20er-Jahren bei den Roten in Georgien und Russland ein Hit gewesen war. Mit der guten Mary nahm er neben der 1. Single der neuen Firma, einem Song seiner eigenen Band, auch gleich eine 2. 45er auf und legte damit für Apple Records 1969 einen famosen Doppelstart hin.

Hey Jude schaffte es im UK auf Platz 1, nur um 2 Wochen später von Those Were The Days verdrängt zu werden, das seinerseits dann die Krone 6 Wochen lang behaupten konnte.

Nicht nur das, in den USA schaffte man 3 Wochen lang Platz 2 in den Billboard Hot 100 und 6 Wochen Platz 1 im Billboard Easy Listening, in Deutschland, einem mmm (major music market), wie es schon damals hieß, 3 Wochen lang Platz 1 und 10 Wochen eine Platzierung in den Top 10 der Hitparade.

4 Millionen Verkäufe in 4 Monaten und kolportierte 8 Millionen weltweit verkaufte Singles bedeutet, dass Those Were The Days bis heute das erfolgreichste Musikprodukt des Apple-Labels blieb, das nicht von den Beatles selbst stammte.

In Österreich (mmm - minor music market) erfolgte der Einstieg in die "Die Großen 10 von Ö3" - Hitparade im November '68 direkt auf Platz 2. Das war gleich die Höchstplatzierung, dafür hielt sich der Song 16 Wochen bis in den Februar. A bit of heavy rotation und wir waren verkauft. Einer der ersten Tonträger, für den wir samt und sonders unser sauer verdientes Taschengeld auf den Tisch des Plattenhändlers blätterten.

So kam auch der britische Komponist und Sänger Gene Raskin, der den Song aus Russland importiert, sich die Rechte gesichert, ihn mit einem neuen englischen Text versehen, dann das Lied gemeinsam mit seiner Frau regelmäßig öffentlich vortragen, aber letztlich McCartney das ganze Russian package verkauft hatte, laut Wikipedia in die Lage, "to live very well on the royalties, buying a home in Pollensa, Mallorca, a Porsche Spyder and a sailing boat". Trotz dieses Spoilers lohnt die Lektüre der entsprechenden TWTD-Wikipedia Artikel (eng. u dt.) sehr, alleine wegen der history of song, der Erklärung der damals sehr ungewöhnlichen klezmerischen Instrumentierung und der aufgelisteten Auswahl aus 56 weiteren Cover-Versionen.

All Kinds Of Everything

Kurz und gut und umso mehr, als Österreich auf die Teilnahme am Song Contest verzichtete, gingen wir als Fans und Daumendrücker von Mary Hopkin, sie ihrerseits als Favoritin, in den feierlichen Fernsehabend bei den Großeltern. Der deutsche Song und die deutsche Kandidatin (Wunder gibt es immer wieder - Katja Ebstein) gefielen uns beide nicht und auch sonst war im Radio nix gewesen, was uns begeistern konnte. Mary trat an mit Knock Knock Who's There und das würde wohl ok werden. Aber alles kam anders.

Ein süßer 19jähriger Teenager mit Zahnlücke aus Irland namens Dana (äh, keine Verwandtschaft mit der nachmaligen Siegerin Dana International) kam, sah und siegte. Der Song hieß All Kinds of Everything und hat bei uns mittels TV, Hörfunk und ebenfalls erworbenem Tonträger tiefe Spuren hinterlassen.

Wie jedermann (und jede Frau natürlich, Mädels), der unser About gelesen hat, weiß, definiert dieses Syntagma bis heute den inhaltlichen Fokus unseres Denkens und Schreibens. Zudem ein großartiger Triumph von Raidió Teilifís Éireann über die sich schon als sichere Siegerin sehende British Broadcast Corporation.

Mary Hopkin wurde 2., Katja Ebstein 3. und auf dem 4. Platz, was man aus 7/7 hindsight als eigentlich interessantestes Detail des 1970er-Song Contest festhalten muss, landete ein völlig unbekannter spanischer Sänger namens Julio Iglesias mit einer Eigenkomposition namens Gwendolyne.

After you have been so geduldig and made it to down here now finally to the beef: (Ist ja dank dem von Google finanzierten öffentlich-rechtlichen Weltarchiv alles noch da und auch akzessibel.)

Und, war das ein Song-Contest?

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Döpfner weint

Das letzte große Kampforgan für Anstand, Qualität und leichtes Geldverdienen in Europa, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, hat geruht, das eine lärmende und öffentliche Weinerei des Geschäftsführers jenes Verlages, dem die Witwe Springer vorsteht und welcher unter Benutzung von Technologien wie Schrift und Pixel die Qualitätsmedien "Bild" und "Welt" und manches mehr multipubliziert, in die Gutenberg-Galaxie zu multicasten.

Wir sehen uns deswegen in unserer ganzen Post-Unmenschlichkeit zu ein paar Kommentaren gezwungen (Zitate kursiv):

Ein großer Anteil journalistischer Qualitätsmedien erhält seinen Traffic überwiegend via Google.
Kann man nur mit SSKM (selber schuld, kein Mitleid) kommentieren!

Unsere Geschäftsbeziehung ist die des Goliath Google zu dem David Axel Springer.
Jetzt wissen sie bei Axel Springer endlich einmal, wie man sich nicht selten bei Medien in der deutschen Provinz und dem gleichsprachigem Ausland fühlt.

German Publishers

„Wir sind überzeugt, dass Portale wie Google, Facebook, Amazon und Apple weitaus mächtiger sind, als die meisten Menschen ahnen. Ihre Macht beruht auf der Fähigkeit, exponentiell zu wachsen.“ (Eric Schmidt)

Mit der Ausbildung und dem Hintergrund von Eric Schmidt, sollte man meinen, er kenne sich mit exponentiellen Funktionen aus. Hier nur ein kleines Quadratbeispiel:

2
4
16
256
65.536
4.294.967.296
18.446.744.073.709.600.000

Aber zum Döpfner- und Witwen-schrecken reicht das ja trotzdem locker. Exponentiell, my ass ...

Google ist für das Netz, was die Deutsche Post für die Briefzustellung oder die Deutsche Telekom für das Telefonieren war.

Dieser Satz ist so falsch, dass man ihn nicht einmal kritisieren mag, aber wenn man "das Netz" durch „Bild“ oder „Springer“ ersetzt, wird es leider vielleicht schon stimmen.

The tinytalk research stuff says: German Publishers, if you can't stand the heat, just get out of the kitchen, please. Oder haut lieber doch wieder die ARD. Oder was auch immer. Am besten aber, ohne Lärm zu machen.

Die Menschheit ist irgendwie in einem so traurigen Zustand. Europa mit seiner verwöhnten Elite wird so einfach sang- und klanglos ...

PS: In einer Rede vor den Aktionären der Axel Springer AG hat Döpfner bekannt gegeben, dass seit Einführung der respektiven Paywalls Welt.de 47.000 und Bild.de 152.000 Abos verkauft habe. They are really working hard at reconstructing the double income model.

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Thanks to Mr. Europa

Joy!

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last updated: 08.04.18 18:48
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