Great Jewish Lyrics: An Overview

Due to the inner nature of blogging software, articles get posted nicely for daily reading and not so nicely for the leisurely sunday afternoon archive schmocking. So here's a little implement to make it easier for the p.t. audience to re-read and re-hear.

Thanks to the largest GOOG-financed public casting system in this whole nice little world we can also offer hard to beat original interpretations ripped from video tape probably and barely legal. Welcome everybody to the joys of modern triple-media. Cute, isn't it?

Trauriger Sonntag, trauriger Montag II
Gloomy Sunday, Gloomy Monday
Khotsch A Rege Tunkl Gold
Taking A Stroll
Obsolete Berufe und Lustige Österreicher
Can You Hear Me, Dr. Wu?
3 Younglings In A Fiery Furnace
On The Cover Of Anything
Ways Of Making You Dance
Trop Tard Vraiement
Trop Tard Maintenant
No Reason To Live
Divorcing Carribean Style
Wie ein Hauch, der im All balanciert
Why The Hell Did God Have To Create Movies?
Pastoral Scenes Of Ole Dixie
Herr von Braun is learning Chinese
Lie Beside Me Baby That's An Order
Go on and love me, I don't care
Strings And Pearls

plink, nix    praise or blame!
 

Trauriger Sonntag, trauriger Montag II

Wenn es wirklich das Über-Ich ist, das im Humor so liebevoll tröstlich zum eingeschüchterten Ich spricht, so wollen wir daran gemahnt sein, dass wir über das Wesen des Über-Ichs noch allerlei zu lernen haben.
(Sigmund Freud, Der Humor, in: ders., Gesammelte Werke. Chronologisch geordnet, Bd.XIV, Werke aus den Jahren 1925-1931)

Hermann Leopoldi (geb. Hersch Kohn, 1888, 11 Jahre vor dem gestern abgehandelten Rezső Seress und nicht in der östlichen sondern in der westlichen Hauptstadt des bei bei der Geburt beider noch existenten kakanischen Imperiums), Erfinder des Ankunftsbodenkusses und anderer Weltgesten, hat das folgende Lied komponiert, regelmäßig vorgetragen und gleich zwei mal auf Schellacks aufgenommen, einmal solo und noch einmal als Duett mit seiner damaligen Bühnenpartnerin Betja Milskaja.

Die 2 Vortragenden

Eine ausführliche Biografie (Diplomarbeit) findet sich hier.

Die Sach- und Faktenlage zu den 3 Autoren des Textes ist weniger ergiebig. Nach unseren Recherchen und Vergleichen der fast immer auf dem Gleichen fußenden spärlichen Quellen handelt es sich nach aller Wahrscheinlichkeit um 3 Herren, über die Google und Bing sonst nix weiteres hergeben, als dass sie gemeinsam einen weiteren Liedtext (Wann der Bua ruft: „Juchhu!“. Musik: Hermann Leopoldi, Text: Salpeter/Berndt/Hofer, 1937) verfasst zu haben scheinen.

Salpeter hieß eigentlich Karl Pollach (gelegentlich auch Pollack geschrieben), wurde am 5. Jänner 1899 geboren, weitere Lebensdaten sind der Forschung nicht bekannt.
Charles Berndt wurde als Karl Bernstein 1909 in Wien geboren, kehrt wie Leopoldi und einige andere jüdische Künstler nach dem 2. WK nach Wien zurück und ist eben da 1989 gestorben. Über Hans Hofer lässt sich auf die Schnelle gar nix herausfinden.

Auch der Text enthält philologische und historische Schwierigkeiten. So konnten wir von den erwähnten Fußballern nur einen (György Sárosi) verifizieren. Um sachdienliche Hinweise - wie oben auch - wird gebeten.

Ob die drei Textautoren Rezső Seress' und Szomorú Vasárnaps "Trauriger Sonntag" kannten, ist nicht belegt, man möchte es aber gerne aus dem unvermittelten und unmotivierten zweiten Teil des Refrains gerne schließen. Besonders gut gefällt uns Nachgeborenen hier dabei die Hinzufügung des Montags, weil es uns so schön an Bob Geldofs "I Don't Like Mondays" erinnert.

Eine Ergänzung noch zur montäglichen Feierstunde. In Wien ist auch schon lange bekannt, was jedermann heute leicht nachlesen kann. Ungarn ist locker in den Top Ten der weltweiten Suizidstatistiken. Wir hier wussten das immer schon. QED.

Text: Salpeter/Berndt-Hofer
Musik: Hermann Leopoldi
Interpret: Hermann Leopoldi
Album: Stand Alone 78Upm Single
Song: Wenn der Ungar traurig ist.
Auf Youtube anheren
Duettversion hier auf tiny

Herrlich ists's in Budapest, weil sich dort gut leben lässt.
Gostfreundschaft im Ungarland ist auf ganzer Welt bekannt.
Und so herrlich ist's in den Lokalen, ungern lässt der Wirt sich was bezahlen.
Auch die Heiterkeit ist dort - von spezieller Eigenort.

Wenn der Ungar lustig ist, muss er immer weinen,
joi Mama, joi Mama schön ist auf der Welt.
Wenn der Ungar glücklich ist, muss er noch mehr weinen,
joi Zigan, joi Zigan, spiel was mir gefällt.

Trauriger Sonntag, trauriger Montag,
dos ist so rührend und gut für Seelenschmerz.
Wenn der Ungar lustig ist, muss er immer weinen,
joi Mama, joi Mama, do lacht und weint das Herz.

Und beinahe jeden Tag gibt es einen Mulatschag.
Weil das dort so Sitte ist Ungarwein in Strömen fließt.
Der Gyula, F???? und der Geza beißen dann voll Rührung in die Gläsa.
Und zum Schlusse jedenfolls fallt sich olles um den Hals.

Wenn der Ungar lustig ist, muss er immer weinen,
joi Mama, joi Mama schön ist auf der Welt.
Wenn der Ungar glücklich ist, muss er noch mehr weinen,
joi Zigan, joi Zigan, spiel was mir gefällt.

Trauriger Sonntag, trauriger Montag,
dos ist so rührend und gut für Seelenschmerz.
Wenn der Ungar lustig ist, muss er immer weinen,
joi Mama, joi Mama, do lacht und weint das Herz.

Fußballmatch in Budapest dos ist ein Familienfest.
Viele Tore schießen sie, Elyen, D????, Sárosi.
Neben mir da sitzen Budapester, Vater weint und Bruder weint und Schwester.
Und ich frog sie, warum weint, ho, weil steht für Ungorn 3 zu 1.

Wenn der Ungar lustig ist, muss er immer weinen,
joi Mama, joi Mama schön ist auf dos Welt.
Wenn der Ungar glücklich ist, muss er noch mehr weinen,
joi Zigan, joi Zigan, spiel was mir gefällt.

Trauriger Sonntag, trauriger Montag,
dos ist so rührend und gut für Seelenschmerz.
Wenn der Ungar lustig ist, muss er immer weinen,
joi Mama, joi Mama, do lacht und weint das Herz.

Himself

In der Tat, über das Über-Ich - oder was immer das ist, was Freud mit diesem erfundenen Begriff bezeichnen wollte - haben wir sicher noch einiges zu lernen. Gilt heute wie damals.

plink, nix    praise or blame!
 

Trauriger Sonntag, trauriger Montag

Als Rezső Seress von seiner Verlobten im Jahr 1933 in Budapest die rote Karte gezeigt wurde - wie wir in meiner Ursprungsheimat feinfühlig zu sagen pflegten, sah er sich veranlasst, ein Lied über das Ende der Welt zu verfassen, um wenigstens noch ein wenig Geld aus seinem subjektiven Unglück herauszuschlagen. Allerdings hatte er zunächst und langfristig wenig Glück dabei, denn diverse Verlage, denen er das Machwerk anzudienen unternahm, weigerten sich, es zu vertreiben, weil es angeblich zu melancholisch war.

Vége a világnak (End of the world)

Nichtsdestotrotz erlangte Vége a világnak (Das Ende der Welt) in der Verkleidung als Szomorú Vasárnap (Trauriger Sonntag, englisch Gloomy Sunday) mit einem alternativen Text von einem gewissen László Jávor eine gewisse Berühmtheit – angeblich hatte das Lied die Potenz, Menschen, die es hörten, zum instanten Suizid zu veranlassen. Diverse Staaten und Institutionen, die den Suizid nicht schätzen erwogen Verbote. Viele Radiosender strichen die Nummer aus der Rotation.

Bei der internationalen Sänger- und Sängerinnenschaft, wo das Fertigmachen des Publikums bekanntlich öfter auch dem Selbstfertigmachen fußt, traf vor allem die von allerdings auf reges Interesse, ganz besonders seit Sam M. Lewis (Shmuel Levine) für die afroamerikanische Barsängerin Billie Holiday (Eleonora Fagan) 1941einen Text verfasst hatte, der sich zwar scheinheilig in einen Traum auflöst, zu dem Miss Holiday aber ein Talent und eine Lebensgeschichte mitbrachte, die das suizidale Gefühl mit einer Glaubwürdigkeit ausfüllten, deren Suggestionswirkung bis heute nachvollziehbar bleibt. Diese Version blieb dann bei der BBC tatsächlich bis zur Jahrhundertwende auf der schwarzen Liste.

Singing fine and mellow

Author: Sam M. Lewis
Music: Rezső Seress
Album: Many
Song: Gloomy Sunday

Sunday is gloomy, my hours are slumberless,
Dearest, the shadows I live with are numberless.
Little white flowers will never awaken you,
Not where the black coach of sorrow has taken you.
Angels have no thoughts of ever returning you,
Would they be angry if I thought of joining you?
Gloomy sunday.

Gloomy is sunday, with shadows I spend it all.
My heart and I have decided to end it all.
Soon there'll be candles and prayers that are said I know,
But let them not weep, let them know that I'm glad to go.
Death is no dream for in death I'm caressing you,
With the last breath of my soul I'll be blessing you.
Gloomy sunday.

(hypocritical radio compatible ending)
Dreaming, I was only dreaming.
I wake and I find you asleep in the deep of my heart here.
Darling I hope that my dream never haunted you,
My heart is telling you how much I wanted you
Gloomy sunday.

So auf die Schnelle fallen uns auch nicht viele ähnlich suizidanregende Songs ein, vielleicht Ne me quitte pas (1959, voc. Jaques Brel), It seems so long ago, Nancy (1969, voc. Leonard Cohen) und Sour Times (1994, voc. Portishead's Beth Gibbons).

Viele weitere Interpreten versuchten sich an diesem "Selbstmörder-Lied", ohne jedoch Miss Holidays Art, direkt ins Herz zu stechen, je wieder zu erreichen. Hier ein Ausschnitt: Ray Charles, Elvis Costello, Bing Crosby, Louis Armstrong, Marianne Faithfull, Serge Gainsbourg, Lydia Lunch, Sinéad O'Connor, Björk und Iva Bittová.

Seress, der bis zu seinem eigenen wirklichen Suizid, schlappe 35 Jahre später, als Barpianist im Kispipa in Budapest arbeitete, überlebte die schwere Zeit in einem Arbeitslager in der Ukraine und begab sich angeblich sein Leben lang nie in die vereinigten Staaten, um die Tantiemen für seinen Welthit zu kassieren. Das Leben kann schon ein zähes Glump sein.

plink, nix    praise or blame!
 

A Rege Tunkl Gold

Itzik Manger (איציק מאַנגער, born 1901 in Czernowitz, then Austria, deceased 1969 in Gedera, Israel) was the honest to God fucking genius of yiddish poetry. Amongs many other language based makings of subtlety and beauty this one is one of our favourites.

This poem patterns a certain kind of inner sensations and its connections to music right on the fine line where real poetry must live and in a European-Oriental language that was spoken by millions and is now regularly spoken only by half crazy Haredim in NYC and other places and - slightly embarassing most of the time - in workshops.

A shotn un a shein

Author: Itzik Manger
Music: Chava Alberstein & Klezmatics
Album: The Well/Di Krenitse
Song: Ovntlid

shtiler ovnt tunkl-gold,
ikh zits baym glezl vayn.
vos iz gevorn fun mayn tog ?
a shotn un a shayn.
zol khotsh a rege tunkl-gold
in mayn lid arayn...

shtiler ovnt, tunkl-gold,
an alter groer yid
davnt frum avek dem shtoyb
fun dem yor-yarid.
zol khotsh a murml fun dem yid
arayn tsu mir in lid...

shtiler ovnt, tunkl-gold
vint veyt oys velt ayn,
mayn troyer vos gevezn vakh,
shloft vi a hintl ayn.
zol khotsh an otem fun dem shlof
in lid tsu mir arayn....

shtiler ovnt, tunkl-gold
a zumer-foygl flit.
mit fligl zayne gro un gold,
avek in got-bavit
zol khotsh a tsiter fun zayn fli
arayn tsu mir in lid....

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Taking A Stroll, Down To LeKhesariya

And by laila, even geila

Eli, Eli,
shelo yigamer le'olam
Ha'chol ve ha'yam
Rishrush shel ha'mayim
Barak ha'shamayim
T'filat ha'adam



East Mediterranian Beaches, You will know where.

This one's 4 us, better than תל אביב beach, which is also nice.

plink, nix    praise or blame!
 

Obsolete Berufe, lustige Österreicher

Der wissenschaftliche und technische Fortschritt in unserer wunderbaren Welt macht seit 200 Jahren immer wieder gerne Berufe überflüssig. Die armen Menschen, die diese Berufe oft mühselig erlernt und viele Jahre ausgeübt haben, sind dann allmählich oder plötzlich so genannte Fortschrittsverlierer und machen ganz seltsame Sachen wie z.B. die falschen Parteien und Politiker wählen.

Auch in der sonst ja vom Wirtschaftswunder geprägten Nachkriegszeit sind nicht wenige wunderbare Berufe den vor allem aus den USA eingeführten oder aber unter den neuen Verhältnissen so richtig erblühenden Produktions- und Vertriebsmethoden zum Opfer gefallen: Der Möbelschreiner, der normalen Menschen Küchen und Schlafzimmer baute und einbaute, der fahrende Händler, der die Bauern an den Segnungen der städtischen Zivilisation teilnehmen ließ, der Kesselflicker, der Scherenschleifer und andere mehr, darunter auch, wie in diesem damals brandaktuell vom verstorbenen Vater des Herausgebers der österreichischen Tageszeitung der Standard ersonnenen und von ihm selbst gemeinsam mit seinem genialen Interpreten einem gewissen Helmut Q. vorgetragenen Wienerlied dargestellt, die ehemals ehrsame Profession der Engelmacherin.

Helmut Q. & Gerhard B.

Author: Gerhard Bronner
Artists: Helmut Qualtinger and Gerhard Bronner
Album: Wer die Wahl hat, hat den Qualtinger
Song: Die alte Engelmacherin



Wenn ich denk an vergangene Zeiten,
An die herrlichen Sehenswürdigkeiten,
Unsrer Wienerstadt von anno damals,
Dann klopft bis zum Hals mir mein alt's Wienerherz
Es erzählte mir oft mein Herr Vater
Von der Sesselfrau, vom Maronibrater.
Doch mit Fiaker und Wasserer gingen dahin
Die schönsten Berufe aus Wien.
Man hat drüber g'sungen voll Herz und voll G'müt,
Nur für einen Beruf gab's bis jetzt noch kein Lied:

Die alte Engelmacherin vom Diamantengrund,
Die gibt's heut nimmermehr.
So manchem Mäderl, das in Not war,
Und vor Angst und Scham halb tot war
Hat gerettet sie die Ehr.
Sie hat an Floh gemacht aus jedem Elefanten
Und erwarb viel Sympathie,
Weil hast du heut auch keine Sorgen,
Hast du sie vielleicht schon morgen
Und an Ausweg wußt nur sie.
Ihre Kundinnen, die waren niemals skeptisch.
Sie blieben ihr ein ganzes Leben treu,
Und war ihr Werkzeug einmal nicht ganz antiseptisch,
Dann machte sie statt einem Engerl zwei.
Die alte Engelmacherin vom Diamantengrund
Verteitigte sich dann:
Überlegt's euch doch an wengerl,
's gibt im Himmel so viel Engerl
Und auf ein, zwei mehr kommt's wirklich nicht mehr an. - Hallo!

Sie hat viel Katastrophen verhindert
Auch die Wohnungsnot hat sie oft gelindert.
Und sie hat, auch wenns niemanden kümmert,
Atome zertrümmert als erste in Wien!
Sie verzichtete auf jeden Titel
Ja so bescheiden waren ihre Mittel.
Was die Ärzte erreicht hab'n mit viel Evipan
Hat sie nur mit'n Gottvertraun tan.
Und manchmal als Lohn für ihr edles Bemühn
Da kommen die Engerl auf Urlaub nach Wien.

Zur alten Engelmacherin vom Diamantengrund,
Wir liebten sie so sehr!
Weil ihre Hilfe war für alle,
Und ihr Sinn fürs Soziale
War beinah schon legendär.
Die alte Engelmacherin hat jeder kannt am Grund,
Sogar die Polizei.
Ja, aber auch ein Polizeirat
Ist ein Mensch und ist verheirat'
Deshalb fand er nichts dabei.
Jedoch es gibt im Leben immer wieder Neider.
Die Ärzte hab'm ihr 's Handwerk abgestellt.
Die machen heut' genau das selbe, aber leider
Verlangens dafür zehnmal so viel Geld!
Die alte Engelmacherin vom Diamantengrund
Hat das net lang ertrag'n.
Und sie ist vor ein paar Jahrn
Leider selbst ein Engerl word'n
Und dann hab'n die andern Engerl sie daschlog'n - Hallo!

Le Protagoniste

Dieser Herr Bronner war insgesamt und v.a. beim älter Werden ein ziemlich starrsinniger und uns in der Jugend auch ideologisch nicht sehr nahestehender Typ mit einer schrecklichen Radiosendung, der ebendort gerne auf andere Musiker, z.B. ehemalige Freunde wie Herrn Kreisler aber auch andere, die weder er noch wir persönlich kannten, auf die Popmusik im ganz Allgemeinen, auf gefährliche Exponenten wie Bob Dylan und Wolf Biermann im Besonderen "geistig" eindrosch.

Überhaupt wäre die umfassende Untersuchung und Darstellung (ausschnittsweise gibt's dazu schon was) der verschiedenen Konflikte unter den wenigen jüdischen Rückkehrern (Torberg/Weigel/Tausig, Bronner/Kreisler, Kreisky/Wiesenthal ...) vor dem Hintergrund des österreichischen Nachkriegs-Ja-Was-Denn-Semitismus schon eine gröbere Anstrengung wert. Kleine Literaturliste gefällig? Weiter kann das p.t. publikum sicher selbst bingn oder gugln.

Man sollte dabei natürlich nie vergessen, dass Herr B. davor Songs und Dialoge geschrieben hatte, die in Verbindung v.a. mit der Interpretation durch den oben bereits genannten Herrn Q. hierzulande zu Recht unsterblich wurden, aber auch bei aufgeschlossenen Bürgern sowohl der Bundes- als auch der demokratischen Republik in Deutschland und sogar bei vielen des Deutschen halbmächtigen Schweizern auf ein fasziniertes und lebhaftes Interesse gestoßen sind. Viel besser als er in diesen Songs kann man kleinbürgerliche Kritik an der Welt und ihren Zuständen nicht formulieren.

Many Years Later

In den letzten Jahrzehnten des 20. Centuriums förderte der Herr Bronner dann lieber aufstrebende österreichische Spezial-Peinlichkeiten, nicht nur gescheiten Dani, Umberto-Eco-Übertreffer, Sohn des leider schon in 3. Generation geschmadten Exkollegen und fulminanter Kulturkritiker, lang davor auch schon z.B. den Süßwarenfabrikantensohn und ersten Multimediakünstler unseres Ländchens, wenn nicht Erdteilchens, Franz A. Heller am Beginn seiner illustren carrière (ohne End-E und nasaliert aussprechen bitte). Der durfte damals im Fernsehen tolle Sätze sagen: Ich glaube dass die österreichische Jugend eine Gruppe voll narkotisierter Bewußtseinsbankrotteure ist. Leute, die eine silent minority sind und sich auf 1971 schminken. Er selbst und ein paar seiner Freude waren natürlich schon damals so was von 1984 und 2001, dass man es sich heute gar nicht mehr vorstellen kann, wie Frau Pluhar im Video treffend anmerkt.



Dass sich die Denk-, Rede- und Dicht- und Singweise dieses Heller recht einfach und auch spöttelnd nachahmen lässt, das haben ein gewisser Schiffkowitz (Texter und CoComponist, der sich leider im fortgeschritteneren Alter gemeinsam mit seinen Compatrioten Timischl und Steinbäcker gerne als fürstenfelderischer Verwaldungsmeister betätigt hat) und ein Herr Eik Breit (Vortrag) überzeugend dargetan, und zwar auf dem insgesamt die zeitgenössische österreichische Populärmusik ein wenig hinterfotzig kommentierenden Album "Spitalo Fatalo" von der später leider auch so abgestunkenen Ersten Allgemeinen Verunsicherung des Herrn Spitzer. Steirerblut war damals halt echt noch keine Nudelsuppe, irgendwie. Man fragt sich doch manchmal, wou is des ollas hin.

Es wird heller, doch nicht ganz

Und wenn der Weltschmerz sich in seinem eignen Spiegelbild verdingt
und Rilke Doppelsalti in der Zirkuskuppel springt,
dann lädt die Eitelkeit den Ausverkauf zum Stelldichein,
der Scharlatan stellt dem Genie ein Bein.

Wenn Worte tänzeln, in verschnörkelt reicher Eleganz,
sich winden um der Nichtigkeit banalen Talmiglanz,
wenn Wortmagie sich in der Elfenbeinfabrik verkriecht,
ja dann, dann wird es heller, diesmal ganz.

Gott denkt in den Genies,
er träumt in den Dichtern,
und er schläft in den übrigen Menschen.


plink, nix    praise or blame!
 

Can You Hear Me, Dr. Wu?

Designing the Signifier

Authors: Walter Becker, Donald Fagen
Artists: Steely Dan
Song: Dr. Wu
Album: Katie Lied

Katy tried, I was halfway crucified,
I was on the other side of no tomorrow.
You walked in, and my life began again
Just when I'd spent the last piaster I could borrow.
All night long we would sing that stupid song,
And every word we sang I knew was true.


Are you with me Doctor Wu,
Are you really just a shadow of the man that I once knew?
Are you crazy, are you high or just an ordinary guy?
Have you done all you can do, are you with me Doctor?

Don't seem right, I've been strung out here all night
I've been waiting for the taste you said you'd bring to me.
Biscayne Bay where the Cuban gentlemen sleep all day
I went searching for the song you used to sing to me.

Katy lies, you can see it in her eyes,
But imagine my surprise when I saw you.

Are you with me Doctor Wu
Are you really just a shadow of the man that I once knew?
She is lovely yes she's sly and you're an ordinary guy.
Has she finally got to you, can you hear me Doctor?
Are you with me Doctor, can your hear me Doctor?
Are you ...

Man you did not post in a long time, maybe you need med yourself. Well, here it comes:

plink, nix    praise or blame!
 

 
last updated: 25.01.13 07:10
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by Goldchen (14.05.12 20:11)
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by StefanL (29.04.12 10:46)
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by StefanL (15.04.12 00:23)
...
“Jack Tramiel was no Steve Jobs: he was better.” (via @chl)
by tobi (12.04.12 23:51)
Yeah right
let us not forget the Ataris as affordable Mac impersonators.
by StefanL (11.04.12 14:16)

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